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Streit um Titelrechte
DJV und Oberauer streiten um "Journalistin"

Seit Februar wird das DJV-Magazin "Journalist" in der Hälfte der Auflage unter dem Titel "Journalistin" produziert. Dagegen wehrt sich der Medienfachverlag Oberauer (Medium Magazin, Kress, PR-Report).

Text: W&V Redaktion

10. Juni 2020

Titelseite des DJV-Organs: Im Verlag Oberauer sprechen sie von Titelklau.
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Das DJV-Organ "Journalist" und das "Medium Magazin" des Medienfachverlags Oberauer streiten sich vor Gericht um das Recht am Zeitschriftentitel "Journalistin".

Der Hintergrund des Rechtsstreits: Seit Februar 2020 wird das DJV-Magazin "Journalist" in der Hälfte der Auflage unter dem Titel "Journalistin" produziert. Oberauer aber hatte den Titel "Journalistin" im Jahr 2007 als erstes aus der Taufe gehoben. Ein Jahr später wurde das Heft im Zuge der Finanzkrise dann zu einem Beileger für das "Medium Magazin" eingedampft.

Der Verleger aus Salzburg hatte im Vorfeld auf seine Titelansprüche hingewiesen. "Der DJV hat sie ignoriert", heißt es von Oberauer. Vor Gericht bekam er fürs erste Recht. Per Einstweiliger Verfügung wurde dem DJV verboten, den Titel zu verwenden.

Auf der Titelseite der jüngsten "Journalist"-Ausgabe thematisiert Chefredakteur Matthias Daniel den Rechtsstreit: "Warum ein Gericht klären muss, wie viel Journalistin im Journalist stecken darf." Daniel reagiert dabei mit Unverständnis. Der Verlag Oberauer würde ihm das Gendern verbieten, so lautet sein Vorwurf.


Autor: Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.

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