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Businessmodelle der Medien
DuMont baut einen Micro-Amusement-Park

Der Verlag testet ein neues Geschäftsmodell: Das moderne Hafenmuseum Discovery Dock soll zusätzliche Zielgruppen erreichen.

Text: W&V Redaktion

6. Februar 2019

Das Discovery Dock arbeitet auch mit Virtual Reality.
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Die Hamburger Morgenpost plant derzeit einen einen "Micro-Amusement-Park". Wer hier an einen kleinen Jahrmarkt mit Zuckerwatte und Fahrgeschäften denkt, liegt aber gründlich daneben: Das Discovery Dock, das voraussichtlich im Frühjahr 2019 direkt gegenüber der Elbphilharmonie seine Pforten öffnet, sieht ganz andere Dinge vor.

Dort startet in Kürze eine Erlebniswelt, die dem Publikum alles rund um den Kosmos Hafen näherbringt. Mit modernster Technik: Das Dock präsentiert den Besuchern zum Eintrittspreis von rund 22 Euro pro Person mit Virtual-Reality-Technologie auf einem rund 40-minütigen Erlebnispfad die Vielfalt des Hamburger Hafens.

Interaktive Tierwelt

Dazu zählen die Arbeitswelt - in Porträts von Beschäftigten des Hafens - sowie die Tierwelt in der Elbe, interaktiv und in Lebensgröße. Außerdem können die Besucher die Schiffsbewegungen mittels Echtzeitdaten nachempfinden, sich ohne Unfallgefahr als Kranführer einer Containerbrücke versuchen oder virtuell im größten Trockendock Europas neben einem gigantischen Kreuzfahrtschiff stehen.

Zu guter Letzt gibt es noch einen Blick in die Zukunft des Hafens – Technik, Menschen und wirtschaftliche Entwicklung. Die DuMont Media GmbH, eine Tochter des zu DuMont gehörenden Morgenpost-Verlags, hat sich diese moderne Variante eines Hafenmuseums einiges kosten lassen: Unter dem Strich investierte das Medienhaus rund 3,5 Millionen Euro.

Neues Standbein für den Verlag

Eine Summe, die sich auch rechnen soll. Die Zeitung sieht den Park als künftiges Standbein. Zum Markenkern passe das Vorhaben durchaus, so Susan Molzow, Geschäftsführerin der Hamburger Morgenpost Medien, DuMont: "Die DNA der 'Mopo' ist Hamburg, ebenso wie der Hamburger Hafen."

Mit dem Discovery Dock weite der Verlag sein Hamburg-Know-how auch in medienfremde Geschäftsfelder aus. Molzow:­ "Wir investieren neben unserem Kerngeschäft in den Wachstumsmarkt Tourismus und Edutainment und erreichen so neue Zielgruppen."

Leadagentur ist Demodern

DuMont hat sich nicht allein in das Abenteuer Micro-Amusement-Park gestürzt:­ Als Kooperationspartner sind die Kreuzfahrtschiffe der Aida Cruises, die Hamburg Port Authority (HPA) sowie die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) mit an Bord.

Zusätzlich wird die Erlebniswelt von der Schiffswerft Blohm + Voss, der Universität Hamburg und der Hamburger Behörde für Umwelt und Energie inhaltlich unterstützt. Das Projekt, das in einem Design-Thinking-Prozess entstand, wird seit dem Start und noch bis zum Launch von Antje Dittrich verantwortet – die Beraterin steuert ihre Digital- und Medienerfahrung bei. Leadagentur des Digital Docks ist die Hamburger Agentur Demodern.

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