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Eilantrag abgelehnt: ZDF kann neuen Intendanten wählen

Ein Hesse hat keine Chance mehr, Thomas Bellut den Posten als ZDF-Intendant streitig zu machen. Das Mainzer Verwaltungsgericht hat seinen Eilantrag gegen die Wahl am Freitag abgeschmettert.

15. Juni 2011

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Das Mainzer Verwaltungsgericht hat einen Eilantrag gegen die Wahl des neuen ZDF-Intendanten abgelehnt. Hintergrund: Ein Mann aus Hessen hat die für Freitag in Berlin geplante Abstimmung stoppen wollen, wie das Gericht am Mittwoch mitteilt. Dafür sieht der Kadi jedoch keinen rechtlichen Anlass. Der Mann hat sich zuvor beim ZDF für die Wahl zum Intendanten beworben - ohne Erfolg. Unter anderem ist er von keinem Mitglied des Fernsehrates unterstützt worden. Dieses Gremium wählt den Intendanten.

Einziger Kandidat für die Nachfolge von Markus Schächter ist bisher Programmdirektor Thomas Bellut. Das Wahlverfahren sieht vor, dass ein Kandidat die Fürsprache von zumindest einem der 77 Fernsehräte benötigt. Dass sich der Antragsteller von dieser Regelung benachteiligt sieht, lassen die Verwaltungsrichter nicht gelten. Habe ein Bewerber keinerlei Unterstützer, dann werde er auch das hohe Quorum von drei Fünfteln der Stimmen kaum erreichen, das für die Wahl nötig ist.

Auch der Feuilleton-Chef der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", Claudius Seidl, hat sich ebenfalls als Intendantenkandidat ins Spiel gebracht - nach seinen Worten "aus der Laune einer Glosse" heraus. Er stecke jedoch nicht hinter dem Eilantrag, sagte er am Mittwoch der Nachrichtenagentur "dpa".

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