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Bilanz
Ein Jahr #MeToo-Debatte: Der Spiegel zieht Bilanz

Das Nachrichtenmagazin macht eine Bestandsaufnahme - unter anderem mit einem Sonderheft, Digital-Schwerpunkten und einem TV-Special.

Text: W&V Redaktion

8. Oktober 2018

"Babylon Berlin"-Star Liv Lisa Fries ziert als eine von acht Frauen das Cover des Specials.
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Vor einem Jahr wurde der Skandal um den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein publik. Der Aufschrei, der damals durch die Gesellschaft ging, markierte zugleich den Beginn der #MeToo-Debatte, in deren Mittelpunkt Themen wie Missbrauch und Gleichberechtigung stehen.

Für den Spiegel Anlass genug, eine Bestandsaufnahme des abgelaufenen Jahres zu ziehen. Zu diesem Zweck widmet sich das Nachrichtenmagazin über alle Kanäle hinweg der Frage, wie es eigentlich mit der Gleichberechtigung in unserem Land aussieht: Es wird eine Spezialausgabe des Print-Magazins geben, eine Sondersendung von Spiegel TV, einen Themenschwerpunkt auf Spiegel Online sowie eine Veranstaltung auf der Frankfurter Buchmesse.

Warum Frauen so selten Chefin sein wollen

Das 132 Seiten starke Print-Special (Auflage: 540.000 Exemplare)  erscheint am 10. Oktober zum Preis von 5,10 Euro. Unter dem  Titelmotto  "#frauenland – Wie modern ist Deutschland?" widmet sich das Heft unter anderem den Fragen, auf welchem Stand Deutschlands Gesetze sind, wie Feminismus und Schönheitswahn zusammenpassen und warum Frauen in Unternehmen so selten Chefin sein wollen.

Es diskutieren Politikerinnen wie Rita Süssmuth, Heidemarie Wieczorek-Zeul und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Aber auch beim Spiegel selbst wird aus dem Nähkästchen geplaudert: Susanne Beyer, stellvertretende Chefredakteurin des Magazins, erzählt, wie man bei dem jahrzehntelang von Männern geprägten Blatt mit der Debatte und Vorkommnissen aus der Vergangenheit umgeht.

Bekannte Fotografinnen haben für eine Bilderstrecke und für einen Titelsplit mit acht verschiedenen Covern Frauen fotografiert, die ihrer Meinung nach wichtig für die Gesellschaft sind. Darunter Kanzlerin Angela Merkel, Autorin Charlotte Roche und der "Babylon Berlin"-Star Liv Lisa Fries.
  
Die digitale Ausgabe geht einen Tag zuvor, am 9. Oktober, um 18 Uhr online. Sie enthält neben Video-Reportagen, erklärenden Animationen und Foto-Essays eine Graphic-Story, die auf Basis aktueller Daten analysiert, warum Mädchen und Frauen noch immer viel seltener Jobs in Technik und Naturwissenschaften wollen, und wie Deutschland im internationalen Vergleich dasteht.

Diskussionsrunde auf der Buchmesse

Eingeläutet wird die Themenreihe bereits am 8. Oktober um 23.25 Uhr auf RTL: Dann begleitet Spiegel TV in der Sondersendung "Die Unbeugsamen – Deutschlands starke Frauen" unter anderem eine Herzchirurgin, eine Unternehmerin, eine Wrestlerin und eine Rapperin in ihrem Arbeitsalltag. Außerdem berichtet Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, von ihren Erfahrungen im Politikbetrieb. Alle Protagonistinnen beschreiben, wie Frauen heute in ihren jeweiligen Berufen erfolgreich sein können, aber auch, wo sie in ihren beruflichen Umfeldern immer wieder an Grenzen stoßen.
 
Ergänzend stellt Spiegel Online ausgewählte Beiträge online und wird in einem Themenschwerpunkt ein Jahr #MeToo rekapitulieren. Über die verschiedenen Social-Media-Kanäle wird zusätzlich unter dem Hashtag #frauenland über das Thema diskutiert sowie weitere Inhalte bereitgestellt.
 
Auf der Frankfurter Buchmesse wird zu guter Letzt am 11. Oktober um 17.30 Uhr diskutiert: Spiegel-Vize-Chefredakteurin Susanne Beyer und Britta Sandberg, Ressortleiterin Ausland, sprechen zum Thema "Ein Jahr #MeToo – Was hat sich verändert, was muss noch geschehen?" mit Gästen aus der Film- und Unterhaltungsbranche über die Debatte in Deutschland und ihre Folgen.

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