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Einschaltquoten Olympische Spiele
Eurosport feiert olympische Reichweiten

Mit seiner ersten Olympia-Übertragung erzielte der Discovery-Sender Rekordreichweiten in Europa. In Deutschland kommt er noch nicht an ARD und ZDF vorbei.

Text: W&V Redaktion

28. Februar 2018

Auch das war Olympia: Die Youtuber Korean Englishman alias Josh und Ollie (beide außen) laden die norwegischen Freeskier Andreas Hatveit (l.) und Didrik Bastian Juell zu koreanischen Getränken ein.
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Linear ebenso wie digital: Noch nie habe Discovery so viele Zuseher erreicht wie mit seinen ersten Olympischen Winterspielen. Das Medienunternehmen meldet Rekordreichweiten über seine Eurosport-Plattformen Online, im Free- und Pay-TV. Knapp 58 Prozent der Bevölkerung in Discoverys zehn wichtigsten Märkten haben die Spiele auf den eigenen sowie den Partnersendern verfolgt.

Wahnsinnsreichweiten hatte das Olympia-Programm in Schweden und Norwegen mit mehr als 90 Prozent. Über die Eurosport-App, Online und Social-Media-Plattformen erreichten Discovery und Eurosport 76 Millionen Menschen in Europa (15 Millionen Menschen haben die Eurosport-App und Eurosport.com während der Spiele genutzt).

Bereits vor Beginn der Winterspiele hatte der Konzern angekündigt, crossmediale Kennzahlen zu liefern, unterstützt vom IOC und Publicis. Dazu wurden Daten von alle Plattformen aggregiert. Diese ergeben gemeinsam das Ergebnis von "Total Video, the new TV".

  • 4,5 Milliarden Video-Views über alle Bildschimre haben Discovery, IOC und Publicis gemessen.
  • 1,7 Milliarden Stunden Videoinhalte wurden bereitsgestellt, 900 Stunden Liveberichterstattung produziert
  • 386 Millionen Unique Users 
  • 8,1 Millionen Likes, Shares und Kommentare über alle Digital- und Social-Media-Plattformen 

Jede Minute des Sportereignisses hat Discovery live auf digitalen Kanälen übertragen. David Zaslav, CEO Discovery Communications: "Vieles von dem, was wir in Pyeongchang umgesetzt haben, stellt eine Erstmaligkeit da, beispielhaft dargestellt durch die Präsentation jeder Minute von jedem Wettkampf während der ersten voll digitalen Spiele in Europa." Ein Teil dessen war der "Eurosport cube", das Augemented-Reality-Studio von Discovery und Eurosport.

Eurosport hat darüber hinaus mit 20 Influencern mit insgesamt 21 Millionen Followern zusammengearbeitet, um einen direkten Einblick in die Spiele für die junge Zielgruppe zu ermöglichen. Die aus sieben verschiedenen europäischen Ländern stammenden Influencer sind nach Südkorea gereist. So erreichte das Youtuber-Duo Korean Englishman mit einem Video 3,3 Millionen Aufrufe: Die Youtuber luden die norwegischen Skifahrer Andreas Hatveit und Didrik Bastian Juell zu koreanischen Drinks ein.

Am Ende lag Norwegen übrigens mit 39 Medaillen vor Deutschland mit 31 im Medaillenspiegel. Die beiden sympathischen Getränketester standen 2018 nicht auf dem Treppchen.

Deutsches Quotenrennen gewinnen die öffentlich-rechtlichen Sublizenznehmer

Discovery hatte sich Ende 2016 die europäischen Rechte an den Olympischen Spielen von 2018 bis 2024 gesichert. In den USA überträgt NBC. Die Interessen der TV-Imperien wirken sich auch auf die Terminpläne bei den Spielen aus (mehr dazu lesen Sie hier).

Einen Teil der Übertragungsrechte für die am Sonntag zu Ende gegangenen Winterspiele haben ARD und ZDF von Discovery gekauft. Mit Erfolg: Die Biathlon-Übertragungen waren während der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang der Quotenhit - sie sorgten für die vier erfolgreichsten TV-Sendungen. Die Biathleten starteten zu zuschauerfreundlichen Zeiten und sorgten mit 7,46 Millionen Zuschauern zur Mittagszeit des ersten Olympia-Sonntags für den klaren Quoten-Sieger. Marktanteile von durchschnittlich mehr als 40 Prozent belegen die Beliebtheit von Skilanglauf mit Schießen.

Biathlon-Frauen vor Fußball-Männern

Am 22. Februar hängten die Biathletinnen sogar König Fußball ab: Durchschnittlich 5,82 Millionen Menschen sahen gegen Mittag die Übertragung des Staffelrennens im ZDF (45,6 Prozent Marktanteil). Das Europa-League-Rückspiel von Borussia Dortmund bei Atalanta Bergamo schauten am Abend bei Sport 1 2,78 Millionen Zuschauer und bescherten dem Spezialsender einen Marktanteil von 9,8 Prozent - die bislang beste Sport-1-Quote in der aktuellen Fußball-Saison.

Nach Marktanteilen olympuisches Gold holte Eishockey: Durchschnittlich 3,19 Millionen Menschen sahen die Live-Übertragung des Eishockey-Finales im ZDF in der Nacht auf Sonntag. Der frühe Beginn des Finales um 5.10 Uhr bescherte dem ZDF einen Marktanteil von 51,2 Prozent. Weitere 480.000 Menschen schauten das Endspiel bei Eurosport.

Im Olympia-Duell der öffentlich-rechtlichen TV-Sender mit Eurosport wurde deutlich: Die deutschen Wintersport-Fans bevorzugten klar die öffentlich-rechtlichen Sender, die sich erst spät Sublizenzen von der Eurosport-Mutter Discovery gesichert hatten. Die erfolgreichste Eurosport-Sendung beim deutschen Fernsehpublikum war Rennrodeln mit 690.000 Zuschauern.

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