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Experten untersuchen Ki.Ka-Betrugsaffäre

Wirtschaftskriminalisten und Unternehmensberater durchkämmen nach der Betrugsaffäre beim Kinderkanal den Sender.

17. Mai 2011

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Beim Kinderkanal Ki.Ka haben externe Experten damit begonnen, die Betrugsaffäre zu untersuchen. Sie sollen nach Angaben des zuständigen MDR die Wirksamkeit der bestehenden Kontrollmechanismen im eigenen Haus analysieren und prüfen. Das Team werde vom Wirtschaftskriminalisten und Unternehmensberater Ingmar Weitemeier geleitet. Die Berater sollen die Abläufe in der Ki.Ka-Verwaltung prüfen und Schwachstellen aufdecken. Dies sei Teil des Maßnahmenkatalogs, der im März vorgestellt worden war. Bis Juli solle das Team einen ersten Zwischenbericht vorlegen.

Hintergrund: Ein ehemaliger Herstellungsleiter des Ki.Ka soll über Jahre Scheingeschäfte abgewickelt haben. Anfang Mai hat die Staatsanwaltschaft Erfurt Anklage gegen ihn erhoben. Mit Scheinrechnungen soll er über Jahre hinweg Millionensummen abgezweigt haben. Dem MDR ist durch die Vorgänge beim ARD/ZDF-Gemeinschaftssender nach eigenen Angaben ein Schaden von 8,2 Millionen Euro entstanden.

Im Rahmen des Verfahrens geraten auch immer mehr Ex-Mitarbeiter ins Visier, unter anderem der langjährige Programmgeschäftsführer Frank Beckmann, der heute als NDR-Programmdirektor und Koordinator für den ARD-Vorabend wirkt. Beim NDR kocht derzeit die Frage hoch, ob Beckmann seinen Posten behalten kann - berichtet aktuell die "Zeit".

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