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Neuer Bereich für Medieninhalte
Facebook will Medien Millionen für Inhalte zahlen

Facebook will zumindest bestimmte Medien künftig für ihre Inhalte entlohnen. Spätestens Ende des Jahres soll es auf der Plattform einen eigenen Bereich für Medieninhalte geben.

Text: W&V Redaktion

9. August 2019

Facebook-Sitz in Menlo Park: Der Social-Media-Riese will Medien für die Nutzung derer Inhalte vergüten.
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Facebook will einen eigenen Bereich für Medieninhalte einrichten. Er solle bis Ende des Jahres starten, sagte eine Sprecherin dem US-Sender CNBC. Kurz davor hatte bereits das Wall Street Journal berichtet, Facebook biete Medienunternehmen künftig bis zu drei Millionen Dollar pro Jahr dafür an, in dem neuen Bereich Schlagzeilen und Auszüge aus Artikeln zu platzieren.

Unter den angesprochenen Medien seien unter anderem die Washington Post, der Finanzdienst Bloomberg und die Wall-Street Journal-Mutter Dow Jones. Diese Informationen ließ Facebook zunächst unkommentiert.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte den separaten News-Bereich bereits im April ins Gespräch gebracht. Das Online-Netzwerk wolle stärker "hochwertige und vertrauenswürdige News" hervorheben, sagte er in einem Gespräch mit dem Springer-Chef Mathias Döpfner. Dabei schloss Zuckerberg auch Lizenzzahlungen an teilnehmende Medienunternehmen nicht aus.

Anzeigenerlöse landen heute bei Facebook und Google

Facebooks Strategie im Umgang mit Medieninhalten hatte sich in den vergangenen Jahren immer wieder geändert. Zunächst wurde das Netzwerk zu einer immer wichtigeren Plattform für Medienunternehmen, um Nutzer zu erreichen. Doch dann wurde Facebook im Zuge des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2016 für die massenhafte Verbreitung gefälschter Nachrichten missbraucht - und setzte daraufhin neue Prioritäten.

Anfang 2018 kündigte Zuckerberg an, Beiträge von Familie und Freunden sollten im Newsfeed mehr Gewicht als Medieninhalte erhalten. Dadurch versiegten bei vielen Medien die Trafficströme aus Facebook, die zuvor mühsam aufgebaut worden waren. Die Idee eines abgetrennten Bereichs für Medieninhalte - diesen Weg geht unter anderem der Konkurrent Snapchat - lehnte Facebook damals noch ab. 

Facebook und Google sind besonders stark im Geschäft mit Online-Werbung - und bei ihnen landen auch die Anzeigenerlöse, die früher an Medienunternehmen gingen. Facebook bietet Medienpartnern laut Wall Street Journal die Wahl, ob sie ihre Inhalte direkt auf der Plattform des Netzwerks vorhalten oder in den neuen Bereich nur Überschriften und Auszüge platzieren, die zu ihren eigenen Websites weiterführen. (dpa/mfl)

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