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Unternehmensstrategie
"Financial Times" beteiligt sich an B2B-Modewebsite

Das Wirtschaftsblatt setzt seine Diversifizierungsstrategie fort und übernimmt einen Minderheitsanteil an der B2B-Website Business of Fashion.

Text: W&V Redaktion

19. August 2019

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Die Financial Times (FT) hat eine Minderheitsbeteiligung an der B2B-Website Business of Fashion (BoF) übernommen. Über die Höhe des Investments und des erworbenen Unternehmensanteils machten beide Seiten allerdings keine Angaben.

Die Consulting-Tochter des Wirtschaftstitels mit dem Namen FT Strategies will künftig BoF "die in der Branche führende Expertise im Bereich Abonnements-Technologie" zur Verfügung stellen, wie die FT mitteilt.

Im redaktionellen Bereich soll BoF dagegen völlige Unabhängigkeit von den Investoren behalten. Neben der FT haben auch die Risikokapitalgesellschaften Index Ventures und Felix Capital sowie der Luxusgüterriese Louis Vuitton Moët Hennessy in das Unternehmen investiert.

Das 2007 von Imran Amed gegründete Medien-Startup mit Hauptsitz in London beschäftigt mittlerweile 100 Mitarbeiter und verfügt über Dependancen in New York, Paris und Schanghai. Es betreibt eine Metered Paywall und erreicht damit nach eigenen Angaben weltweit rund fünf Millionen Nutzer sowie 35.000 zahlende Abonnenten.

Der jährliche Abopreis liegt bei 216 Pfund oder monatlich 27 Pfund. Abonnenten haben zugriff auf sämtliche Meldungen der Site und erhalten zusätzlich eine halbjährlich erscheindende Print-Ausgabe. Verschiedene große Modemarken wie Levi’s, Prada oder Gucci verfügen über ein Unternehmens-Abonnement für die Site. Nicht-Abonnenten können zahlreiche Onlinemeldungen kostenlos aufrufen, müssen sich dafür aber zunächst registrieren.

Das Investment in BoF ist ein weiterer Schritt in der Diversifizierungsstrategie des Wirtschaftsblatts, das seit 2015 zur japanischen Nikkei-Unternehmensgruppe gehört. Erst im Januar hatte sich die FT an der Londoner Medienwebsite und Datenplattform Siftet beteiligt und im März eine Mehrheitsbeteiligung am Amsterdamer Medien- und Event-Unternehmen The Next Web übernommen.

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