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Condé Nast stellt Betrieb ein
Für Wired ist in Deutschland auch digital Schluss

Die Digital-Lifestyle-Marke Wired zieht sich ganz aus Deutschland zurück: Nach dem Print-Aus wird auch bei Wired.de der Stecker gezogen. Die Gründe.

Text: W&V Redaktion

7. Dezember 2018

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Keine Chance für die Marke Wired in Deutschland: Nach dem Print-Aus Anfang des Jahres stellt nun auch die weiterhin betriebene Onlinevariante Wired.de zum Jahresende den Redaktionsbetrieb in Deutschland ein.

Der Grund?

Zwar habe das engagierte und talentierte Team um Redaktionsleiter Wolfgang Kerler schon wenige Monate nach der im Frühjahr 2018 initiierten Neuausrichtung gezeigt, dass Wired.de auch als reine Digitalmarke Potenzial am deutschen Markt habe, heißt es vom Verlag Condé Nast, der die US-Marke Wired 2011 hierher geholt hat. Dennoch sei diese Entscheidung zugunsten einer "stringenteren zentralen strategischen Ausrichtung und unternehmerischen Fokussierung" gefallen.

Condé Nast befinde sich in einer "neuen unternehmerischen Phase auf dem Weg zu einem zunehmend global verknüpften Medienkonzern", heißt es. Entsprechend würden sich die Investitionen von Condé Nast Deutschland vermehrt auf die großen globalen Luxus- & Lifestyle-Medien-Marken konzentrieren. Und da ist neben Vogue oder GQ kein Platz mehr für ein kleines Wired.de.

Das Team verabschiedet sich so im Social Web:

Das verbliebene dreiköpfige Redaktionsteam von Wired.de soll sich nun kommende Woche mit einem Themenspecial rund um Technologie-Prognosen für das Jahr 2029 bei den deutschen Lesern verabschieden.

Redaktionsleiter Kerler wird Condé Nast 2019 verlassen, "um sich neuen Herausforderungen zu widmen", wie es heißt. Die Redaktionsmitglieder würden eine neue Aufgabe im Content-Marketing-Bereich bei Condé Nast Manufaktur übernehmen.

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