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Neue Preisstruktur
Funke schraubt weiter am Digital-Angebot

Wer sich für die Bezahl-Version der Digital-Angebote von Funke NRW entscheidet, bekommt seine Inhalte künftig mit 70 Prozent weniger Werbung präsentiert als bisher. Ganz ohne geht es aber nicht.

Text: W&V Redaktion

7. August 2020

Funke-Zentrale: Die Digitalisierung wird vorangetrieben.
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Vor einem Jahr stellte die Funke Mediengruppe ihre Nachrichtenportale Waz.de, Nrz.de, Wp.de und Wr.de neu auf. Das Resultat: Die Abo-Zuwachsrate der Digital-Angebote von Funke NRW verdreifachte sich. Für das Medienhaus Grund genug, jetzt die nächste Phase zu starten.

Und die sieht so aus: In der nächsten Stufe setzt Funke bei den Markenportalen noch stärker auf das Abo-Modell. Die Preisstruktur wird angepasst, die Werbeausspielung für Digital-Abonnenten dafür reduziert. Im Klartext: Wer bezahlt, bekommt weniger Werbung vorgesetzt. Und zwar deutlich weniger: Hinter der Paywall von Waz.de & Co. bekommen die Leser seit Ende Juli 70 Prozent weniger Werbung eingeblendet.

Die Preise sehen so aus: Ein Monat kostet (abgesehen vom Schnupper-Abo für den ersten Monat, das 99 Cent kostet) 9,99 Euro, 12 Monate gibt es für 6,99 Euro pro Monat. Wer sich nur für ein halbes Jahr verpflichten will, zahlt 8,99 Euro/Monat.

Werbung auch im Bezahl-Bereich

Ganz ohne Werbung geht es aber auch im Bezahlbereich nicht ab. Für die verbleibenden Werbekunden womöglich auch ein Vorteil – immerhin fallen sie dadurch mehr auf als bisher. Für die zahlenden Leser bedeutet die Eindämmung der Werbeflut immerhin auch eine verbesserte Darstellung, da weniger Werbeformate ausgespielt werden.

"Ein Auflagenplus bei den Digitalabos von 300 Prozent ist ein eindeutiger Beweis dafür, dass die radikale Ausrichtung von Redaktion, User-/Lesermarkt und Technik auf User-First vergangenes Jahr genau der richtige Strategiewechsel war", sagt Thomas Kloß, Geschäftsführer von Funke NRW. "Zugleich erleben wir einen Kulturwandel weg von der Gratismentalität im Internet. Die Leserinnen und Leser sind inzwischen deutlich eher bereit, für regionale Nachrichten zu bezahlen."

Vom Stadtgespräch zum Abo-Abschluss

Man habe sich außerdem in den vergangenen Monaten intensiv damit auseinandergesetzt, welche Themen die regelmäßigen Nutzer eigentlich interessieren, so NRW-Digitalchefin Anne Krum. Demnach sorgen vor allem lokale und regionale Artikel für Abo-Abschlüsse auf den Markenportalen.

Diese Artikel behandeln Themen wie Veränderungen im Stadtbild, Bauprojekte, Nahverkehr, Servicegeschichten zu neuen Restaurants, Ausflugszielen und den Entwicklungen im Lokalsport. "Immer wenn wir es schaffen, mit unseren Inhalten Stadtgespräch zu werden oder es aufgreifen, gewinnen wir besonders viele zahlende Leser", sagt Krum. Die Berichterstattung in all diesen Themenfeldern sei kontinuierlich ausgeweitet worden.


Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde

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