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Entlassungen
Funke verkleinert Programmie-Redaktion drastisch

Mit der sinkenden Bedeutung des linearen Fernsehens fallen die Auflagenzahlen der Programmzeitschriften. Für zahlreiche Mitarbeiter der Funke-Mediengruppe hat das nun dramatische Auswirkungen.

Text: W&V Redaktion

28. Mai 2020

Die Funke Mediengruppe baut in der zentralen Redaktion ihrer Programmzeitschriften einen Großteil der Arbeitsplätze ab.
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Zwar verkaufen sich TV-Programmzeitschriften wie die Funke-Titel Gong, Hörzu, TV Digital oder Bild+Funk an den Kiosken noch immer sehr gut, doch von den Auflagenzahlen vergangener Jahre sind auch diese Hefte meilenweit entfernt. Beispiel Hörzu: Lag die verkaufte Auflage des einstigen Springer-Bestsellers laut IVW im ersten Quartal des laufenden Jahres noch bei etwa 900000 Exemplaren, gingen 2011 noch über 1,3 Millionen und 2004 etwa 1,8 Millionen Hefte über die Ladentische.

Den sinkenden Umsätzen trägt die Funke-Mediengruppe nun Rechnung. Nach Informationen des Unternehmens wird Funke die zentrale Redaktion der Programmzeitschriften am Hamburger Standort um etwa 20 Stellen im eher technischen Bereich verringern und seine Inhalte künftig vermehrt von mehreren externen Dienstleistern wie beispielsweise media-press.tv übernehmen. Bei den gestrichenen Stellen gehe es laut einem Funke-Sprecher um "Kolleginnen und Kollegen, die das TV-Programm redaktionell erstellt haben." Die Neuaufstellung sei hier auch vor dem Hintergrund der enormen Fortschritte in der Datenbanktechnologie und der computergestützten Textverarbeitung zu verstehen. Um mittelfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, müsse das Verlagshaus in diesem Bereich Schritt halten.

Keine Auswirkungen auf Ismaning

Betroffen von den Entlassungen ist ausschließlich der Hamburger Standort, nicht aber die Content-Hub in Ismaning bei München, der diverse Funke-Titel aus mehreren Bereichen mit Inhalten versorgt. In Ismaning hat Funke in der letzten Zeit viele Veränderungen vorgenommen und ihn dadurch zukunftssicher aufgestellt. "Deshalb gibt es dort auch keine Veränderungen", so der Funke-Sprecher.             

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