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Krisenstrategie
G+J und ProSieben reagieren auf Coronavirus

Die Medienunternehmen Gruner + Jahr sowie ProSiebenSat.1 nehmen ihre Fürsorgepflicht ernst und treffen Maßnahmen, um ihre Mitarbeiter vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen. 

Text: W&V Redaktion

3. März 2020

Reine Vorsichtsmaßnahme bei ProSiebenSat.1.
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Einer der größten Zeitschriftenverlage Europas, Gruner + Jahr, verzichtet angesichts des neuartigen Coronavirus bis Ende Juni auf Krankschreibungen seiner Mitarbeiter. Für die nächsten vier Monate müssten die Mitarbeiter von G+J ("Stern", "Brigitte") keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen vorlegen, berichtete Personalleiter Stefan Waschatz in Hamburg auf Anfrage.

Das Unternehmen reagiere auf die Empfehlung von Experten, Arztpraxen gegenwärtig nur bei echtem medizinischen Bedarf aufzusuchen. "In der aktuellen Situation möchten wir unseren Kolleginnen und Kollegen noch weiter entgegenkommen, um vollständig auszuschließen, dass jemand nur aus formalen Gründen zum Arzt gehen muss", ergänzte Waschatz. Das Vertrauen in die Mitarbeiter sei hoch, "deswegen haben wir ohnehin einen liberalen Umgang mit Krankschreibungen", berichtete der Personalleiter.

ProSiebenSat.1 nimmt Verdacht ernst

Der TV-Konzern ProSiebenSat.1 verordnet 200 seiner Mitarbeiter Home Office. Dabei handele es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Ein Düsseldorfer Kollege wurde positiv auf das Coronavirus getestet, ist zum Glück aber symptomfrei. Da er kurz vorher in München ein Meeting hatte, hat der Konzern alle daran Beteiligten seit Donnerstag vergangener Woche ins Home Office geschickt. Etwa die Hälfte dieser Personen ist bereits negativ auf den Virus getestet, die restlichen Tests sollen bis Donnerstag durch sein. Auch die Kontakte dieser ersten rund zehn Mitarbeiter sollen bis dahin erstmal daheim bleiben.   

am/mit dpa

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Autor: Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt". 

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