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ZDF Neo
Genosse statt Vorsitz: Böhmermann will weiter zur SPD

Auch wenn das Rennen um den Vorsitz bereits gelaufen ist, hält der Moderator Jan Böhmermann an seinem Plan fest, der SPD beizutreten. Und es könnte klappen.

Text: Anonymous User

3. September 2019

Einfacher Genosse statt Vorsitz: Jan Böhmermann.
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TV-Satiriker Jan Böhmermann hat nach SPD-Angaben gute Chancen, bald in die Partei aufgenommen zu werden. Böhmermann will nach eigenen Angaben in den SPD-Ortsverein Köthen in Sachsen-Anhalt eintreten, und dieser will ihn auch haben. Der 38-Jährige wohnt aber in Köln-Ehrenfeld, und normalerweise gilt die Regel, dass man dort eintritt, wo man wohnt. Von diesem Wohnortprinzip könne aber eine Ausnahme gemacht werden, teilte der Geschäftsführer der Kölner SPD, Frank Mederlet, der Deutschen Presse-Agentur mit.

"Die gewählten Mitglieder des Vorstands der KölnSPD werden über den Antrag auf Ausnahme vom Wohnortprinzip in der Sitzung am 26. September befinden", kündigte Mederlet an. "In aller Regel wird dem Begehren gefolgt." Man werde "vermutlich beschließen", Böhmermann in Köthen eintreten zu lassen.

Böhmermann habe am Sonntag in einer E-Mail eine Ausnahme vom Wohnortprinzip beantragt, erläuterte Mederlet. Diese Mail sei am Montag "ordnungsgemäß den Statuten entsprechend beantwortet" worden.

Mederlet teilte dem Fernsehmoderator unter anderem mit: "Wir bedanken uns für Ihre freundliche Zuschrift und Ihr Interesse, Mitglied der Sozialdemokratischen Partei werden zu wollen."

Der Moderator der ZDF-Sendung Neo Magazin Royale hatte am Donnerstag kurzfristig bekannt gegeben, dass er Bundesvorsitzender der SPD werden wolle. Die Frist für Bewerbungen um den SPD-Vorsitz ist aber inzwischen abgelaufen. Wie Böhmermann am Montag in einem Youtube-Video erklärte, will er aber weiterhin SPD-Mitglied werden.

 Das Video mit der Stellungnahme zur Kandidatur:

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