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Innovation in der Krise
Harper's Bazaar lässt illustrieren statt fotografieren

Da Fotoproduktionen aufgrund der Pandemie nach wie vor schwierig sind, ließ Burda den Titelstar der August-Ausgabe, Charlize Theron, einfach zeichnen. Und die Modestrecke gleich mit.

Text: W&V Redaktion

7. Juli 2020

Charlize Theron mal anders: Der Star wurde für Harper's Bazaar gezeichnet.
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Auch wenn sich die Lage langsam wieder etwas normalisiert, ist vieles aufgrund von Corona immer noch anders – oder weiterhin nicht möglich. Das gilt auch für Magazin-Macher, die nach wie vor ohne normale Foto-Produktionen auskommen müssen.

Das betrifft auch die deutsche Ausgabe von Harper’s Bazaar, die den Titelstar der August-Ausgabe, Schauspielerin Charlize Theron, nicht wie üblich ablichten konnte. Die Lösung: Der Titel, der in Deutschland von Burda herausgegeben wird, ließ den Filmstar statt dessen einfach zeichnen. Künstler Marc-Antoine Coulon illustrierte Theron in einer aufwändigen Aktion für das Cover mitsamt der Modestrecke. Sie war davon laut den Blattmachern durchaus angetan. Ihre Reaktion: "This is so innovative, I like it!"

Der Titel, bei den European Publishing Awards 2020 zum "Magazine of the Year" gekürt, hält sich auch während der Krise wacker: Aktuell erzielt das Fashionmagazin nach Verlagsangaben ein Plus von 11,1 Prozent im Einzelverkauf. Die Doppelausgabe Juni/Juli schaffte sogar ein Plus von 28 Prozent – wohl auch aufgrund der Tatsache, dass "Germany’s next Topmodel"-Gewinnerin Jacky das Cover ziert.

Die Website entwickelt sich ebenfalls gut. Aktuell verzeichnet Harpersbazaar.de laut AGOF und IVW Online 3,7 Millionen Visits und 1,3 Millionen Unique User - die bislang höchsten Zahlen in der Historie des Blattes.


Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde

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