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Britische Klatschpresse
Herzogin Meghan verklagt die "Mail on Sunday"

Die "Mail on Sunday" hat einen Brief von Herzogin Meghan in Auszügen veröffentlicht. Damit ging sie in den Augen von Herzogin Meghan und ihrem Mann Prinz Harry einen Schritt zu weit.

Text: Anonymous User

2. Oktober 2019

Prinz Harry und Herzogin Meghan
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Die Herzogin von Sussex hat die britische Klatschzeitung Mail on Sunday und ihren Herausgeber, den britischen Zeitungsverlag Associated Newspapers, verklagt. Dem Blatt wird Missbrauch privater Informationen, der Verstoß gegen das Copyright und der Verstoß gegen den "Data Protection Act 2018" vorgeworfen.

Konkret hatte die Mail on Sunday Auszüge aus einem privaten Brief von Meghan veröffentlicht und darin Passagen, Sätze oder Wörter so weggelassen, dass die Aussage des Schreibens verändert wurde. Die Herzogin sieht dies als Teil einer Kampagne, in deren Rahmen falsche und bewusst abfällige Geschichten über sie und ihren Mann veröffentlicht wurden.

Weil Associated Newspapers sich weigerte, die Angelegenheit zur Zufriedenheit aller zu lösen, wurden nun rechtliche Schritte ergriffen, heißt es in einer Medienmitteilung des Palastes. Das Paar bezahlt die Kosten dafür aus eigener Tasche. Eine etwaige Schadensersatzzahlung soll an eine wohltätige Organisation gespendet werden.

Meghans Mann Prinz Harry wandte sich auf seiner Website mit einer öffentlichen Erklärung an die britische Bevölkerung. "Als Paar glauben wir an Pressefreiheit und eine objektive, wahrhafte Berichterstattung", heißt es darin. Doch leider sei seine Frau eines der jüngsten Opfer der britischen Klatschpresse geworden. Und im digitalen Zeitalter würde ein Presseartikel als Wahrheit in der ganzen Welt wiederverwendet. Die Titelseite von heute sei nicht länger das Altpapier von morgen.

"Für diese Medien ist das ein Spiel. Und wir sind nicht mehr Willens, das Spiel mitzuspielen", schreibt Harry. Er habe zu lange still mitangesehen, wie seine Frau leide. Und er habe schon einmal gesehen, was passiert, wenn jemand, den er liebe, nicht mehr als reale Person behandelt und gesehen würde. "Ich habe meine Mutter verloren und jetzt werde ich Zeuge, wie meine Frau zum Opfer derselben Mächte wird", so die letzten Zeilen seines Statements.

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