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Kooperation von MDR und ZDF
Ida: Die neue Adresse in Sachen Content für Kinder

Früher hatten Kinder die Wahl zwischen Biene Maja, Heidi und Wicki - kein Vergleich zum heutigen Angebot. Auch das öffentlich-rechtliche Fernsehen will in diesem Markt mitspielen und startet dazu heute eine neue Plattform.

Text: W&V Redaktion

6. November 2020

Mit Ida wollen ZDF und MDR die Kinder von heute besser erreichen.
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Mit Blick auf gestiegene Konkurrenz im Internet will die Digital-Tochterfirma von MDR und ZDF das Medienangebot für Kinder im Netz ausbauen. Das Unternehmen Ida in Leipzig öffnet dazu einen zweiten Standort im thüringischen Erfurt im Umfeld des öffentlich-rechtlichen Kinder-Kanals Kika von ARD und ZDF. Das "InnovationLabKids" nimmt Anfang 2021 seine Arbeit auf.

Ida-Geschäftsführer Matthias Montag sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Früher war das Inhalte-Angebot für Kinder: Fernseher an. Jetzt ist das Inhalte-Angebot im digitalen Raum viel größer, und es gibt neue Player neben TV-Sendern."

Es gehe auch darum, langfristig den Anschluss an Zielgruppen nicht zu verlieren. Zudem sei es auch eine Verpflichtung der öffentlich-rechtlichen Sender gegenüber Kindern, Bildungsangebote zu schaffen, ergänzte Montag.

Die Digitalagentur plant im ersten Quartal 2021 auch, eine Art Denkfabrik aufzubauen, um Macher zu vernetzen und Wissen zu transferieren. Die Idee geht über den Kika hinaus: Es sollen auch Redaktionen von anderen öffentlich-rechtlichen Sendern und privaten TV-Sendern, Verlage, Spielzeughersteller, die Gamesbranche und digitale Plattformen auch über Deutschland hinaus eingebunden sein. Montag sagte: "Um sich auf die verändernden Rahmenbedingungen vorzubereiten, glauben wir, dass eine Form von Austauschplattform extrem hilfreich sein kann."

"Die Macherinnen und Macher von ida waren bereits bei erfolgreichen Entwicklungen wie dem Kika-Player beteiligt und wir spüren schon in den ersten Monaten des Unternehmens positive Impulse für den MDR. Da passiert also bereits sehr viel und wir wollen diesen kraftvollen Schwung mit dem Standort Thüringen nun weiter verstetigen", so die MDR-Intendantin Karola Wille.

Die Innovations- und Digitalagentur startete vor einem halben Jahr mit ihrer Arbeit, nachdem Mitteldeutscher Rundfunk (MDR) und ZDF im Februar das Unternehmen vorgestellt hatten. 30 Mitarbeiter sind derzeit am Standort Leipzig tätig. Gesellschafter des Unternehmens sind MDR (51 Prozent) und ZDF Digital (49 Prozent), Ida ist eine privatrechtliche Einheit. Die Agentur widmet sich auch Feldern wie Suchmaschinenoptimierung, Nutzerverhalten oder Weiterentwicklung von Apps.

Ida wird zum Jahresbeginn mit um die fünf Mitarbeitenden starten, soll zügig organisch wachsen und Geschäftsfelder rund um digitale Inhalte für Kinder und deren Distribution erschließen.

Einer der prominentesten Neuzugänge ist Martin Hoffmann, der sich seit Jahren mit digitalen Trends beschäftigt. Unter anderem hat er das Social-Media-Team bei der Welt geleitet, war beratend für Opinary tätig und hat die mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Nachrichten-App Resi entwickelt, der inzwischen eingestellt wurde. 

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Die Auftragslage geht über die Gesellschafter hinaus. Die Agentur arbeitet nach eigenen Angaben auch für andere öffentlich-rechtliche Anstalten und die Privatwirtschaft. Zudem sind eigene Produkte geplant, also ohne Auftrag.

am/dpa

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