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YouTuber
Jan Böhmermann interviewt Rezo

ZDF-Moderator Jan Böhmermann ist es gelungen, den "CDU-Zerstörer" Rezo in seine TV-Sendung zu locken. Das hat der YouTuber erzählt.

Text: W&V Redaktion

14. Juni 2019

Jan Böhmermann trifft auf Rezo.
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Die vielleicht wichtigste Botschaft des Abends: Rezo plant keine politische Karriere. Aber er kann sich durchaus vorstellen, irgendwann nochmal ein politisches Video zu machen, so wie "Die Zerstörung der CDU". Am Donnerstabend plauderte der YouTuber ein Viertelstündchen mit dem ZDF-Satiriker Jan Böhmermann.

Böhmermann begrüßte seinen Gast mit den Worten "Hey, Rezo, du alter Zerstörer!" - eine Anspielung auf den CDU-Politiker Philipp Amthor. Der 26-jährige Bundestagsabgeordnete hatte bei Böhmermann-Kollege Markus Lanz gesagt, in seinem nie veröffentlichten Reaktionsvideo auf Rezo hätte er eben diese Begrüßung als ersten Satz gesagt.

"Die Zerstörung der CDU", veröffentlicht kurz vor der Europawahl, ist inzwischen fast 15 Millionen Mal geklickt worden. Rezo wurde danach wohl in so ziemlich jede Talkshow eingeladen, entschied sich aber für Böhmermann. Aufgezeichnet wurde die Show bereits am Mittwoch.

Der Aachener, "Sternzeichen Löwe", versicherte, dass er die Resonanz seines Videos nicht im entferntesten vorhergesehen habe. Rezo hat nur mit ein paar hunderttausend Abrufen gerechnet. Er erwähnt, dass sich nach dem ganzen Aufruhr ein Partner von einem Deal wieder zurückgezogen hat. 

Mit der CDU habe er kein Mitleid. Er kritisierte "dies Hin und Her (...) von den CDU-Leuten, also zum einen dieses Mix aus "Ich will den Typen schlecht reden, aber irgendwie muss ich auch zeigen, dass ich reden will"." So habe CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak zunächst gesagt, dass seine Quellen in dem Video eine Vermischung von Pseudofakten seien, dann wiederum, dass die Quellen gut gewesen seien.

Das Video habe er aus reinem Interesse gemacht und sei weder von Unternehmen noch von den Grünen dafür bezahlt worden, stellte er klar. Überhaupt nicht verstanden habe er, was die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer mit ihrem "Meinungsmache"-Vorwurf und ihrer Forderung nach Regeln im Internet gemeint habe. "Hätt ich's jetzt ausgedruckt, denselben Text, und wär auf den Marktplatz gegangen, hätt' ich das auch machen dürfen. Da gibt's ja keine Regel, die da jetzt gegen spricht."

"Wer wird als nächstes zerstört?", fragte Böhmermann. "Gar keiner", bekam er zur Antwort. Die letzten Wochen seien doch "saustressig" gewesen. "Ich mach das, was mein Job ist, nämlich zu unterhalten."

Böhmermann und sein Sender ZDF hatten den besonderen Gast bereits Tage vorher angekündigt. Wenige Stunden vor der Übertragung hat der Moderator bereits in einem Teaser-Video einen kleinen Vorgeschmack auf das kommende Interview gegeben - mit Hinweis auf die hauseigene Mediathek. Dort kann man die ganze Folge abrufen. "Ich grill' dich heute Abend richtig", versprach Böhmermann. Üblicherweise veröffentlicht das ZDF irgendwann die Interviews auch auf YouTube. 

Auf Twitter hatte Rezo versucht den Kritikern Wind aus den Segeln zu nehmen. "Meint ihr es wird einen Deppen geben, der zu meinem Talk mit @janboehm sagt "dEr sToTtErT jA gAr nIcHt!! DeR hAt sIcH dAs NuR aUsGeDaChT"? Auch wenn das schon erstaunlich dumm wäre, könnte es theoretisch wirklich sein, dass irgendein Kek sowas bringt. Aktuell ist alles möglich." (mit dpa)

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