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Staat fördert Online-Abos
Kanada bekämpft Fake-News: Mit Steuererleichterungen

Wer in Kanada ein Online-Abo von seriösen Medien abschließt, wird mit umgerechnet bis zu 52 Euro Rückzahlung bei der Einkommenssteuer belohnt.

Text: Anonymous User

2. Januar 2020

Kanadas Ministerpräsident Justin Trudeau will Fake News den Garaus machen.
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Im Kampf gegen Fake News greift die kanadische Regierung zu ungewöhnlichen Mitteln. Damit Leser ihre Informationen aus seriösen Quellen beziehen können, werden digitale Abonnements heimischer Presseangebote künftig gefördert. 15 Prozent der Gebühren können sich kanadische Steuerzahler bis Ende des Jahres 2024 als Gutschrift auf ihre Einkommenssteuer erstatten lassen.

Welche Medien förderungswürdig sind, legt ein unabhängiges Gremium fest. Unter anderem ist wichtig, dass es sich um private Anbieter handelt, die nicht auch im Rundfunk tätig sind, dass sie ihren Sitz im Inland haben und zu mindestens 75 Prozent kanadische Eigentümer und Verwaltungsräte aufweisen, meldet Heise.de. Darüber hinaus muss das Angebot aus journalistischen Eigenproduktionen über aktuelle Ereignisse von Allgemeininteresse bestehen, und mindestens zwei Journalisten beschäftigen, die von ihrem Arbeitgeber inhaltlich unabhängig sind. Fach- oder Branchenmedien sind nicht erstattungsfähig.

Angerechnet werden zudem jährlich umgerechnet maximal 345 Euro pro Person. Das ergibt eine maximale Steuergutschrift von 52 Euro. 


Autor: W&V Redaktion

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