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Interview in der SZ
Keine Verschmelzung von ProSiebenSat.1 und Mediaset

Die italienische Mediaset-Gruppe ist bei ProSiebenSat.1 engagiert, hatte ihren Anteil zuletzt noch erhöht. Eine komplette Fusion stößt jedoch auf Widerstand des ProSiebenSat.1-Chefs Max Conze.

Text: W&V Redaktion

2. Dezember 2019

Max Conze, ProSieben.Sat.1-Chef.
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Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 und sein Branchenkollege Mediaset werden über den kürzlichen Einstieg der Italiener bei den Münchnern reden. "Wir treffen uns an diesem Montag und besprechen, wie Mediaset sich das Engagement insgesamt vorstellt", sagte Vorstandschef Max Conze der Süddeutsche Zeitung (Montagausgabe). Mediaset hatte zuletzt in zwei Schritten gut 15 Prozent der Aktien an dem deutschen Fernseh- und Internetunternehmen erworben. Conze sagte weiter, ihn würde es nicht überraschen, wenn Mediaset den Anteil noch weiter aufstocken würde. Mediaset wird von der Familie des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi kontrolliert. Conze rechnet zudem damit, dass andere Investoren bei ProSiebenSat.1 einsteigen könnten.

Conze lehnt eine Fusion oder ein Zusammengehen mit Mediaset aber deutlich ab. "Ich bin sehr skeptisch, was eine strukturelle Verschmelzung unserer Unternehmen angeht. Das wäre zwar nicht unmöglich, aber die überschaubaren Synergien würden eine Verschmelzung nicht rechtfertigen, denn die Umsetzung wäre komplex, langwierig und teuer. Jetzt wolle er erstmal verstehen, was Mediasets Absichten seien. Sinnvoll wäre es aus seiner Sicht, wenn zunächst die neue Streaming-Plattform Joyn in Italien eingeführt würde. Joyn soll in mehreren Märkten in Europa eingeführt werden. Conze: "Das Interesse ist in ganz Europa groß, Gespräche dazu laufen bereits."

Der Konzernchef betonte weiter, dass ein Teilbörsengang der Internetbeteiligungen, die in der Holding NuCom gebündelt sind, geplant sei. "2020 wäre noch zu früh, aber danach wäre es möglich. Mit einer Börsennotierung können wir beweisen, wie viel wir erreicht haben und in welchem Ausmaß wir Wert schaffen. Die Erlöse könnten wir nutzen, um das Entertainment-Geschäft weiter auszubauen und neue Internetfirmen zu kaufen", sagte Conze. Zudem betonte er, er sei zuversichtlich, dass der gesamte Konzern die Prognosen für das Gesamtjahr erreichen werde

dpa

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