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Condé Nast
Kerstin Weng wird neue Vogue-Chefredakteurin

Weng, derzeit Chefredakteurin von Burdas Instyle, wechselt in den nächsten Monaten zu Vogue. Interims-Chefin Stephanie Neureuter verlässt das Haus; sie tritt in das Familienunternehmen ein.

Text: W&V Redaktion

22. Oktober 2021

Kerstin Weng tritt demnächst als neue Vogue-Macherin an.
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Kerstin Weng, derzeit noch Chefredakteurin von Burdas Magazin Instyle, tritt demnächst einen neuen prestigeträchtigen Job innerhalb der Branche an: Sie wird bei Condé Nast neue Chefin der deutschen Vogue; ihr Titel lautet dann offiziell Head of Editorial Content. In der neuen Rolle wird sie die redaktionellen Inhalte sowie Strategie und Vision des Titels verantworten – "in enger Zusammenarbeit mit der redaktionellen Leitung von Vogue, um exzeptionellen Journalismus und herausragendes Storytelling global und lokal zu entwickeln", wie der Pulisher verkündet.

Interims-Chefin Stephanie Neureuter, die nach dem Abschied von Chefredakteurin Christiane Arp Ende 2020 die redaktionellen Belange des Titels in der Doppelfunktion als Chief Creative Director Vogue und Chief Creative Beauty leitete, wird zugleich das Haus verlassen. Sie geht nach 19 Jahren auf eigenen Wunsch zum Ende des Jahres, um in das Familienunternehmen einzutreten: Neureuter wird Geschäftsführerin von Premium Kliniken & Praxen, einem Netzwerk, das Privatkliniken und Praxen verschiedener Fakultäten zusammenbringt. Zusätzlich wird sie eigene Consulting-Projekte verfolgen.

Europäisches Führungsteam

Da die Vogue zunehmend globaler produziert wird, bildet Kerstin Weng zusammen mit Eugénie Trochu, Francesca Ragazzi and Inés Lorenzo ein europäisches Führungsteam für Vogue in Europa bilden, das in enger Zusammenarbeit mit dem  European Editorial Director Edward Enninful "neue Audiences erschließen und die Reichweite der Marke über alle Plattformen steigern wird", so Anna Wintour, Global Editorial Director, Vogue und Chief Content Officer. Weng bringe nicht nur ein starkes Netzwerk in der Mode- und Medienwelt mit zu Vogue, "sondern auch ihre jahrelange Erfahrung als Kreative und Teamleiterin", so Wintour weiter.

Weng, die einen Abschluss in Modejournalismus von der Akademie für Mode & Design in München besitzt, ist seit 2016 als Editor-in-Chief bei Instyle tätig. Davor leitete sie die Redaktion von Cosmopolitan und schrieb freiberuflich für Titel wie die Süddeutsche Zeitung. Nach ihrem Abschied von Cosmopolitan machte sie einen Ausflug zur Mode-Plattform Stylight, die sie aber bereits nach knapp einem Jahr wieder verließ, um Instyle zu übernehmen.

Weng bleibt in München

Die Basis der neuen Vogue-Chefin wird weiterhin München sein – von der bayerischen Landeshauptstadt aus wird Weng sowohl mit Wintour und Enninful als auch mit dem Vogue Senior Leadership zusammenarbeiten, um lokale Geschichten, Talente und strategische Ideen in alle globalen redaktionellen Projekte einzubringen. Ihre Rolle soll Teil "einer neuen globalen Editorial Strategie werden, die lokale Inhalte in allen Vogue- Märkten weltweit einem neuen, globalen Publikum auf allen Plattformen zugänglich macht."

Einen genauen Zeitpunkt für den Wechsel gibt es noch nicht, bei Condé Nast heißt es, "innerhalb der nächsten Monate". Auch, wer ihre Nachfolge bei Instyle übernehmen wird, ist noch offen.


Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde

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