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Frankreich
Kinofilme kommen künftig schneller ins TV

Die bisherigen Sperrfristen nach dem Kinostart wurden deutlich reduziert. Profitieren werden von der Regelung auch die Videostreamingdienste.

Text: W&V Redaktion

7. Januar 2019

Canal+ kann künftig Filme bereits sechs bis acht Monate nach dem Kinostart über seine Abo-Kanäle zeigen.
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Die Sperrzeiten, in denen Filme nach dem Kinostart erst einmal nicht im Fernsehen gezeigt oder auf Videostreaming-Plattformen angeboten werden dürfen, sind in Frankreich deutlich gesenkt worden. Dies ist das Ergebnis einer Vereinbarung zwischen dem Pay-TV- Anbieter Canal+ und mehrerer anderer französischer TV-Sender mit den Branchenorganisationen der französischen Filmindustrie Blic, Bloc und ARP.

Danach kann beispielsweise Canal+ künftig Filme bereits sechs bis acht Monate nach dem Kinostart über seine Abo-Kanäle zeigen. Bislang lag die Sperrzeit bei zehn bis zwölf Monaten. Möglich wurde diese Vereinbarung, weil das Pay-TV-Unternehmen stark in die Produktion von Kinofilmen investiert.

Aber auch Free-TV-Anbieter profitieren von der neuen Regelung. Für sie wurde die Sperrzeit um drei Monate verringt. Noch deutlicher allerdings wurde die Sperrzeit für Videostreamingdienste wie Netflix oder Amazon Prime Video gesenkt. Sie reduziert sich von 36 auf 15 bis 17 Monate nach dem Kinostart.

Die Reduktion der Sperrfrist bei den Videostreamingdiensten erfolgt allerdings unter der Bedingung, dass sie künftig französische und europäische Kinoproduktionen finanziell unterstützen.

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