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Nach Fälschungsvorwürfen
Klaas Heufer-Umlauf räumt Fehler ein

In seiner Show Late Night Berlin am Montag Abend nutzte Klaas Heufer-Umlauf die Gelegenheit, um sich für die Fälschungsvorwürfe, die der NDR gegen Joko & Klaas erhoben hatte, zu entschuldigen.

Text: Anonymous User

10. März 2020

Klaas Heufer-Umlauf (li) gab sich zerknirscht in seiner Sendung.
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Am 9. März präsentierte Klaas Heufer-Umlauf eine neue Folge seiner Show Late Night Berlin. Die ersten zehn Minuten widmete er einem Thema, das ihn und seinen Kreativpartner Joko Winterscheidt in der vergangenen Woche kalt erwischt hatte: Die Fälschungsvorwürfe des NDR. Die Journalisten warfen den beiden vor, den Einsatz von Laiendarstellern nicht deutlich genug gekennzeichnet zu haben.

Auch wenn Heufer-Umlauf seine Arbeit klar als Unterhaltung versteht, hat er sich doch sehr ernsthaft um Schadensbegrenzung bemüht und eingeräumt, übers Ziel hinausgeschossen zu sein. Hier das Video zur Sendung. Das Fachmagazin DWDL führt den gesamten Wortlaut der Moderationspassage auf.

Klaas Heufer-Umlauf möchte sich entschuldigen

Der 36-Jährige ging konkret auf einen Clip über einen angeblich ertappten Berliner Fahrraddieb ein. "In dem Fall haben wir [es] deutlich so anders dargestellt, dass man es auch nicht mit so einem einfachen "Ist ja nur Unterhaltung" wegwischen kann", sagte er. "Ich kann auch jeden verstehen, der davon enttäuscht wurde. Dafür möchte ich mich ernst gemeint und ohne jede Ironie entschuldigen. Das war ohne Wenn und Aber ein Fehler und wird so auch nicht mehr vorkommen."

Das Reportageformat "STRG_F" des öffentlich-rechtlichen Jugendangebots Funk hatte Heufer-Umlauf und Joko Winterscheidt vorgeworfen, in ihren Einspielfilmen Schauspieler einzusetzen. Mehrmals sei der Einsatz gecasteter Laiendarsteller nachzuweisen. Darstellungen von Ereignissen seien grob verkürzt oder offensichtlich gescriptet, also ausgedacht und vorgeschrieben.

Heufer-Umlauf betonte mehrmals, es gehe in seinen Formaten nicht um klassischen Journalismus, sondern um Unterhaltung. "Vieles, was in Fernsehstudios passiert und vieles, was in dieser [funk-]Reportage aufgezählt wurde, ist völlig zu Recht Teil einer Inszenierung namens Entertainment, die das Ziel verfolgt, Witze möglichst gut zu erzählen, Sie zu unterhalten und abzulenken und das ist auch genau gut so. Trotzdem - und das will ich hier klar und deutlich sagen - sind wir in einzelnen Fällen über dieses Ziel hinausgeschossen."

So sei es beim Fahrraddieb gewesen: "Alles hat so schön geklappt, war so gut vorbereitet. Nur eines konnten wir wirklich nicht ahnen: Dass ausgerechnet in dieser Nacht in Berlin keiner kommt, um ein Fahrrad zu klauen. Und unserer ist dann dummerweise nochmal zurückgelaufen, weil er vergessen hatte, sich seine Gage abzuholen. Dumm."

Sender hat früh reagiert

Bereits in der vergangene Woche hatte  ProSieben Fälschungsvorwürfe gegen die Entertainer Joko und Klaas zurückgewiesen. Selbstkritisch räumte der Privatsender zugleich ein, dass bei einem Clip über einen angeblich durch Klaas ertappten Berliner Fahrraddieb "der satirische Ansatz des Filmes womöglich deutlicher gemacht hätte werden müssen".

Dafür, dass der Clip Satire sei, gebe es mehrere Indizien, zählte der Privatsender auf: "Die Redaktion und die Produktion waren (...) davon ausgegangen, dass ein Feuerschlucker, eine zirka vier Meter große Frau und ein Kirchenchor ausreichend Hinweis darauf liefern würden."

am/dpa


Autor: W&V Redaktion

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