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Verband Deutscher Lokalzeitungen tagt
Kramp-Karrenbauer stellt Hilfe für Zeitungen in Aussicht

Neuralgischer Punkt Zeitungszustellung: Die Lokalpresse erwartet nun Entlastung beim Arbeitgeberanteil zur Rentenversicherung der Minijobber. 

Text: W&V Redaktion

11. April 2019

Die Lokalpresse leidet nach eigenen Angaben unter den gestiegenen Kosten für die Zeitungszustellung.
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Die CDU-Vorsitzende Annegret-Kramp-Karrenbauer hat den Zeitungsverlagen angesichts wachsender Kosten bei der Auslieferung der gedruckten Ausgabe Hilfe in Aussicht gestellt. Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Entlastung bei der Beschäftigung von Minijobbern solle noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden, sagte Kramp-Karrenbauer auf dem Kongress Deutscher Lokalzeitungen am Donnerstag in Berlin.

Es müsse sichergestellt werden, dass die gedruckte Zeitung vor allem in ländlichen Regionen sichergestellt werde. Auch die flächendeckende Breitband-Versorgung sei für die digitalen Angebote der Verlage existenziell. Die unabhängige Presse leiste einen wesentlichen Beitrag zur Akzeptanz von Demokratie, sagte Kramp-Karrenbauer. "Täler der Ahnungslosigkeit" dürfe es in Deutschland nicht wieder geben.

Der Vorsitzende des Verbands Deutscher Lokalzeitungen (VDL), Robert Dunkmann, sagte, die Branche erwarte die angekündigte Entlastung beim Arbeitgeberanteil zur Rentenversicherung der Minijobber. Gegebenenfalls müsse, wie schon Praxis in anderen europäischen Ländern, über eine direkte Förderung des Pressevertriebs nachgedacht werden.

Dem VDL gehören rund 80 kleine und mittlere Tageszeitungen mit einer Gesamtauflage von 1,4 Millionen Exemplaren an.

W&V Online/dpa

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