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Frankreich
L’Humanité steht vor der Insolvenz

Die Zeitung der französischen Kommunisten kämpft ums Überleben. Noch diese Woche fällt die Entscheidung, ob das Traditionsblatt eingestellt wird.

Text: W&V Redaktion

5. Februar 2019

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Parteizeitungen sind wie aus der Zeit gefallen. Die Auflagen der meisten Parteiblätter wie in Deutschland etwa der Vorwärts (SPD) oder der Bayernkurier (CSU) befinden sich seit Jahren in einem dramatischen Sinkflug. Wenn sie nicht gleich ganz eingestellt werden wie etwa die italienische L’Unità (KPI) Mitte 2017.

Derzeit kämpft in Frankreich die L’Humanité ums Überleben. Die 1904 von dem Sozialisten Jean Jaurès gegründete Parteizeitung der KPF verkaufte einst Hundertausende Exemplare. Inzwischen sind es gerade mal 30.000. Noch diese Woche wird ein Gericht darüber entscheiden, ob die Zeitung eine wirtschaftliche Überlebenschance hat.

Obwohl das Blatt von direkten und indirekten Subventionen der jeweiligen Regierungen profitierte, steht es kurz vor der Insolvenz. Die Gründe sind die gleichen wie bei vielen anderen Zeitungen: fallende Anzeigen- und Vertriebserlöse bei hohen Produktionskosten.

Derzeit appelliert das Blatt, für das rund 200 Mitarbeiter tätig sind, an potenzielle Leser, die Zeitung in ihrem "großen Kampf" durch ein Abonnement zu unterstützen.

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