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Streamingdienst
Launch von Apple TV+ für November geplant

Apple kündigt an, seinen Streamingdienst Apple TV+ im November endlich einzuführen. Nach einer kostenlosen Testphase soll der Service für rund zehn US-Dollar pro Monat in 150 Ländern verfügbar sein.

Text: W&V Redaktion

21. August 2019

Kurz nach Disney's Launch-Bekanntgabe, kündigt Apple an, seinen Streamingdienst ebenfalls im November 2019 zu starten.
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Apple erweitert sein Portfolio mit der im November geplanten Einführung von Apple TV+. Der amerikanische Tech-Riese baut damit sein Portfolio an abonnementpflichtigen Angeboten aus. Bisher stehen Apple Music, Apple News+ und die iCloud subscription-basiert zur Verfügung. Neben der TV-Streamingplattform ist auch ein Gaming-Service namens "Apple Arcade" geplant.

Der Streamingmarkt wird immer dichter

Der iPhone-Erfinder tritt damit nicht nur in Konkurrenz mit den Streaming-Pionieren Netflix und Amazon, auch Disney hat den Launch eines eigenen Streamingservices für November angesetzt. Daneben werden in den USA auch die Mobilfunkanbieter AT&T und Comcast sowie Medienriese NBC Universal ihre Angebote erweitern. Grund sei die wachsende Zahl an Zuschauern, die ihre Kabel-TV-Anschlüsse kündigen und der steigende Konsum auf mobilen Geräten.

Es heißt, der Streamingdienst werde mit einer kleinen Auswahl an Formaten starten, die dann über die nächsten Monate nach und nach erweitert wird. Es sei sehr wahrscheinlich, dass der Service während dieser Phase kostenlos getestet werden könne, schreibt das amerikanische Online-Magazin AdAge und beruft sich auf Insider-Informationen.

Die Preispolitik ist typisch für Apple

Wie der hauseigene Streamingservice Apple Music, soll laut den Insider-Infos auch der TV-Service 9,99 US-Dollar pro Monat kosten. Bis 2020 soll so ein Serviceumsatz von 50 Milliarden Dollar erreicht werden. Damit würde sich der Dienst im Vergleich zu seinen Konkurrenten im Premium-Preisbereich bewegen. Netflix und Amazon berechnen je 8,99 US-Dollar pro Monat, während Disney angeblich einen Preis von 6,99 US-Dollar ansetzt.

Apple erwägt laut Gerüchten auch eine andere Veröffentlichungsstrategie für Serien als die Konkurrenten. Netflix beispielsweise neigt dazu, ganze Staffeln auf einmal fürs so genannte "Binge-Watching" zu veröffentlichen. HBO und Hulu releasen eher eine Episode pro Woche. Apple plane die ersten drei Epsioden einer Staffel zur Verfügung zu stellen und die weiteren Folgen dann wöchentlich herauszugeben.

Hohe Ausgaben in der Contentproduktion

Ebenfalls auf Insider-Informationen beruft sich auch die amerikanische Financial Times: Laut dem Fachmagazin hat Apple bisher über sechs Milliarden Dollar für die Produktion von eigenen Shows und Filmen eingeplant – weit weniger als Konkurrent Netflix. Auch soll das Erstjahresbudget von einer Milliarde inzwischen gesprengt worden sein. Analysten schätzen sogar, dass Apples Investition in Content bis zu 14 Milliarden US-Dollar betragen wird.

Zu Apples ersten Shows gehören "The Morning Show", Steven Spielbergs "Amazing Stories", "See" mit Jason Momoa, "Truth Be Told" mit Octavia Spencer und eine Doku-Serie über extravagante Häuser namens "Home".

Am Montag veröffentlichte das Unternehmen den zweiten Trailer für "The Morning Show" mit Jennifer Aniston, Reese Witherspoon und Steve Carell.

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