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TV- und Kinopreise
Netflix räumt bei den Golden Globes ab

Die Streaming-Anbieter dominieren die Preisverleihung in einer Zeit, in der die Kinos weltweit durch die Pandemie eingeschränkt sind. Am erfolgreichsten schnitt die Netflix-Serie "The Crown" ab.

Text: W&V Redaktion

1. März 2021

"The Crown": Vier Globes gingen an die Serie über die britischen Royals.
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Die Streaming-Anbieter haben in diesem Jahr bei der Verleihung der Golden Globes groß abgeräumt – eigentlich keine Überraschung in einem Jahr, das weltweit durch monatelange Schließung von Kinos und der wiederholten Verschiebung von Startterminen internationalen potenzieller Blockbuster geprägt war.

Die Überlegenheit von Netflix war dennoch auffällig. Für 42 Trophäen war der Streaming-Anbieter insgesamt nominiert, sechs der elf TV-Kategorien räumte er ab: Vier der Awards gingen an die Serie "The Crown", unter anderem für beste Drama-Serie. Zwei weitere Globes holte Netflix für die Serie "The Queen’s Gambit" ("Das Damengambit"). Außerhalb der TV-Kategorien gab es noch Preise für "Trial of the Chicago 7", "I Care A Lot" und "Ma Rainey’s Black Bottom".

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Die Fülle der Preise, die der Streamer einheimste, lässt sich auch auf die Masse der Neustarts zurückführen: 2020 hatte das Unternehmen damit begonnen, wöchentlich frischen Top-Cotent suf die Plattform zu stellen – eine Unternehmenstrategie, die in diesem Jahr fortgeführt werden soll.

Amazon Prime Video konnte da nicht ganz mithalten, schaffte aber immerhin drei Golden Globes. Zwei der Awards gab es für "Borat: Subsequent Moviefilm" und seinen Hauptdarsteller Sacha Baron-Cohen. Ein weiterer ging an John Boyega für seine Rolle in der Reihe "Small Axe", fünf Filme über das Leben in Londons afrokaribischer Community.

Seinen ersten Globe holte Apple TV+ für die Komödie "Ted Lasso". Im vergangenen Jahr hatte der Streaming-Service von Apple zwar drei Nominierungen (für "The Morning Show") erhalten, konnte aber keine davon in einen Sieg verwandeln.


Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde

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