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Oscar-Verleihung
Netflix steckt Millionen in "Roma"-Kampagne

Mit "Roma" will Netflix den Oscar für den besten Film gewinnen. Das lässt sich der Streamingdienst Millionen kosten - mehr Geld kommt durch teurere Abos rein. 

Text: Anonymous User

17. Januar 2019

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Netflix hat Branchenbeobachtern zufolge für sein Drama "Roma" die teuerste Oscar-PR-Kampagne seit Jahren gestartet.

Wie Spiegel Online berichtet, ist Hollywood mit Anzeigen zugepflastert, rund um die Uhr finden "Roma"-Events mit Stars wie Angelina Jolie und Charlize Theron statt - und allein einen zweiminütigen Werbeclip im Rahmen der Morgenshow "CBS Sunday Morning" ließ sich der Streaming-Dienst 170.000 Dollar kosten.

Allerdings steht Hollywood mit Netflix nach wie vor auf Kriegsfuß, weil das Unternehmen strikt ablehnt, seine Filme erst ins Kino zu bringen und dann online zu streamen. Für "Roma" machte das Portal aber eine Ausnahme und zeigte den Film drei Wochen lang in ausgewählten Lichtspielhäusern in New York und den USA. Das sind nämlich die Minimalanforderungen, um sich überhaupt für einen Oscar bewerben zu können.

Es gibt noch mehr Ärger ... 

Für Netflix-Kunden in den USA beginnt das Jahr mit einer Preiserhöhung. Zwischen 13 und 18 Prozent müssen amerikanische Streamingfans nun mehr für ihr monatliches Abo zahlen. Während das Basis-Angebot um einen Dollar teurer wird, gibt es bei den Standart- und Premiumpaketen einen Preisaufschlag von zwei Dollar. Für Neukunden gelten die erhöhten Preise ab sofort, bestehende Abos sollen in den kommenden Monaten angepasst werden.

Wie der Konzern bekannt gab, haben deutsche Kunden vorerst keine Preiserhöhung zu befürchten. Netflix verwies aber darauf, dass es hierzulande höhere Preise testet. Damit will die Plattform ausloten, ob deutsche Kunden bereit wären, mehr zu zahlen. Bei solchen Tests wird dem Neukunden suggeriert, er müsste bis zu 18 Euro im Monat für das Premium-Abo zahlen. In Wirklichkeit kostet dieses aktuell 13,99 Euro. Im Herbst 2017 hatte Netflix die jüngste Preiserhöhung in Deutschland vollzogen.

Die Twitter-Community nimmt die gestiegenen Preise jedenfalls mit Humor:

dz/mf

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