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Radio-Revolution
Neue SWR3-App bietet individuelle Musikauswahl

Bislang war der Radiogenuss zumeist eine höchst einseitige Geschichte. Das will der SWR mit einer neuen App ändern, die das Radiohören revolutionieren und jede Menge neuer Möglichkeiten bieten soll.  

Text: W&V Redaktion

13. August 2020

Die alte App des SWR3 hat ausgedient, am 17. August kommt der Nachfolger.
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Das Radio als traditionell lineares Medium könnte für Zuhörer des südwestdeutschen Senders SWR3 ein für alle Mal ausgedient haben. Der Grund dafür ist eine komplett überarbeitete Version der SWR3-App, die ab nächsten Montag im iOS-App Store sowie bei Google Play verfügbar sein wird. Die Eigenentwicklung bietet nämlich nicht nur wie üblich einen Live-Stream des aktuellen Programms, sondern zahlreiche Möglichkeiten der individuellen Programmgestaltung. So lassen sich beispielsweise ungeliebte Songs umgehen und per Klick mit anderen Liedern tauschen. Lieblingstitel lassen sich markieren und in einer abrufbaren Playlist ablegen. Hat der Zuhörer etwas verpasst, kann er das Programm über eine Zeitschiene beliebig zurückspulen, Nachrichten per Klick aufrufen oder in einem Archiv abgelegte Beiträge des Senders anhören. Unterm Strich lässt sich das Radioprogramm so in weiten Teilen an die eigenen Vorstellungen anpassen und damit vollkommen anders genießen als zuvor.        

Lizenzrechte als Hindernis

Der Austausch von Musiktiteln per Klick ist nicht nur technisch ein Problem, sondern auch juristisch. GEMA und GVL wollen nämlich wissen, wann, wo und wie oft ein bestimmter Titel gelaufen ist. Diese lizenzrechtlichen Details mussten für die zeitversetzte, individuelle Wiedergabe der Songs komplett neu ausgehandelt werden. Wirklich komplett neu sind einige Features der SWR3-App übrigens nicht. So lassen sich zum Beispiel in der App des österreichischen Ö3 schon seit längerem Lieblingshits in einer Favoritenliste speichern oder Nachrichtensendungen zeitversetzt anhören. Beide Beispiele zeigen deutlich auf, in welche Richtung sich das Radio entwickeln muss, um auf Dauer gegen die Streaming-Konkurrenz im Web bestehen zu können.           

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