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Internationaler Zeitungs-Case
New York Times toppt mit Digitalabos ihre Werbeumsätze

Die New York Times gewinnt täglich 1200 neue Digitalabonnenten hinzu. So die aktuelle Geschäftsbilanz für das zweite Quartal.

Text: W&V Redaktion

18. September 2018

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Da lohnt der Blick über den großen Teich. Das Vorzeigeblatt New York Times legt die Zahlen für das zweite Geschäftsquartal dieses Jahres vor. Demnach stiegen die Erlöse von Anfang April bis Ende um zwei Prozent auf 414,6 Millionen Dollar. Der Gewinn wuchs um stolze 51 Prozent.

Das operative Ergebnis lag bei 40 Millionen Dollar im Vergleich zu 26,5 Millionen im Vorjahresquartal. Unterm Strich verdiente das Unternehmen 23,6 Mio. Dollar. Im Vorjahresvergleichszeitraum waren es noch 15,6 Millionen Dollar.

Digitalabos erwirtschaften ein Viertel der Gesamtumsätze

Die Verdopplung des Gewinns liegt vor allem am Digitalgeschäft. Die Erlöse durch Abonnements der Digitalausgabe machten mit 99 Millionen Dollar knapp ein Viertel der Gesamtumsätze aus. Und toppen damit bei weitem die gesamten (schwächelnden) Werbeeinnahmen. Die sind nur halb so hoch wie die Erlöse aus den digitalen Abos.

Die Werbeeinahmen gingen um  9,9 Prozent auf 119 Millionen Dollar zurück. Knapp 43 Prozent der Werbeeinahmen kommen aus dem wachsenden Digitalbereich. Der Anteil der Umsätze aus Digitalwerbung am gesamten Werbeumsatz steigt aber nur deshalb, weil die Erlöse im Print-Bereich noch stärker sinken (-11,5 Prozent).

Separate Aboangebote locken neue Leser

Insgesamt gewann die Digitalausgabe über 100.000 neue Abonnenten im zweiten Quartal. Damit kommt sie gesamt auf 2,9 Mio. bezahlte Digitalabos, 24 Prozent über Vorjahr. 68.000 der neuen Abonnenten kamen über das News-Angebot, die restlichen über separate Abo-Angebote für digitale Kreuzworträtsel oder Kochrezepte. Die Zahl der Rätselabonnenten liegt bei 400.000. Mit der Printausgabe erreichen die Abos 3,8 Millionen Leser.

Entsprechend wuchsen auch die Umsätze.  Im Vergleich zum Vorjahrsquartal lag das Umsatzwachstum bei Digitalabos bei 20 Prozent. Das Wachstum wirkt sich auch auf den Börsenkurs aus: 25 Prozent plus seit Jahresbeginn.

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