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Text-to-Audio
New York Times übernimmt das Startup Audm

Das Jungunternehmen wandelt längere journalistische Texte in Audio-Formate um – nicht über ein automatisiertes Verfahren, sondern mithilfe professioneller Sprecher. Das hat seinen Preis.

Text: W&V Redaktion

25. März 2020

Lesen oder hören? Mit Audm hat der Nutzer die Wahl.
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Die New York Times hat das 2016 gegründete Startup Audm übernommen. Das Unternehmen wandelt längere journalistische Texte mithilfe professioneller Sprecher in Audio-Formate um. Damit unterscheidet es sich von automatisierten Text-to-Speech-Tools wie beispielsweise Amazons Cloud-Dienst Polly. Finanzielle Einzelheiten des Deals wurden nicht bekannt gegeben.

Konkret handelt es sich bei Audm um eine iOS- und Android-App auf Abonnements-Basis. Die Gebühr liegt bei monatlich 7,99 Dollar beziehungsweise 56,99 Dollar pro Jahr. Angeboten werden derzeit bereits mehr als 2000 gesprochene Artikel aus Publikationen wie dem New Yorker, Vanity Fair, The Atlantic, Wired und dem Rolling Stone. Auch die New York Times hat bereits das Feature für einige Artikel genutzt.

Dabei erscheint unter dem Autorennamen des publizierten Onlineartikels der Hinweis "Listen to This Article/Audio Recording by Audm". Da nur längere Artikel ausgewählt werden, kann das Audio-Format wie im Fall des Beitrags "The Accusations Were Lies. But Could We Prove It?" im New York Times Magazine auch schon mal eine Länge von 50 Minuten haben.

Die beiden Audm-Gründer Ryan Wegner, Director of Spoken Word Audio Production, und Christian Brink, Produktchef bei Audio, sind ebenso wie das gesamte Audm-Team inzwischen zur New York Times Company gewechselt. Wie es heißt, soll Audm aber weiterhin auch für Publikationen anderer Verlage arbeiten.

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