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Trotz College-Abschluss
Newsroom-Redakteure verdienen weniger

Gehaltsstudie: Verglichen mit College-Absolventen anderer Branchen verdienen Newsroom-Mitarbeiter in den USA deutlich weniger.

Text: W&V Redaktion

10. Oktober 2018

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Die Mitarbeiter in den Newsrooms amerikanischer Zeitungen, Rundfunksender und Nachrichten-Websites haben im Vergleich zu anderen Branchen überdurchschnittlich häufig einen College-Abschluss. Allerdings: College-Absolventen in anderen Branchen verdienen deutlich besser. Dies geht aus einer Analyse von Daten des U.S. Census Bureau durch das Pew Research Center hervor.

Danach haben 79 Prozent der Newsroom-Mitarbeiter – Redakteure, Reporter, Korrespondenten, Foto- und Videografen – einen College-Abschluss. Bei der Gesamtheit der übrigen Beschäftigten in den USA liegt dieser Anteil lediglich bei 36 Prozent.

Nur eine Minderheit von vier Prozent der Newsroom-Beschäftigten verfügt über einen High-School-Abschluss, was in Deutschland etwa einem Realschulabschluss entspricht – oder bei einigen High Schools und sehr guten Noten auch dem Abitur. Bei den Beschäftigten aller übrigen Branchen liegt dieser Anteil bei 33 Prozent.

Insgesamt verdienen die Newsroom-Mitarbeiter im Vergleich zu den Beschäftigten aller übrigen Branchen und über alle Ausbildungsstufen hinweg zwar etwas besser, nämlich jährlich durchschnittlich 48.000 Dollar verglichen mit dem Durchschnittswert aller übrigen US-Beschäftigten mit 39.000 Dollar.

Geisteswissenschaftler verdienen weniger

Ganz anders sieht es allerdings aus, wenn das Jahresgehalt der Newsroom-Mitarbeiter mit College-Abschluss mit dem der Beschäftigten aller übrigen Branchen mit College-Abschluss verglichen wird: Hier kommen die Newsroom-Mitarbeiter auf ein Jahresgehalt von durchschnittlich 51.000 Dollar, während das Jahresgehalt der College-Absolventen aller übrigen Branchen bei durchschnittlich 59.000 Dollar liegt.

Einer der Hauptgründe für diese Differenz: Die Newsroom-Mitarbeiter verfügen mehrheitlich (77 Prozent) über einen College-Abschluss in den Geisteswissenschaften (Arts and Humanities).

Absolventen dieser Fächer verdienen in der Regel deutlich weniger als College-Absolventen beispielsweise in den Naturwissenschaften, der Medizin oder der Wirtschaftswissenschaft.

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