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Der Reality-Klassiker kehrt zurück
Normalo-Big Brother startet bei Sat.1 bereits im Februar

Am 10. Februar ziehen die neuen Kandidaten in den Container ein. Produzent Rainer Laux findet es besonders spannend, das "Urprinzip" wieder zu beleben.

Text: W&V Redaktion

3. Januar 2020

Jochen Schropp bekommt es bald mit gläsernen Kandidaten zu tun.
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Dass 2020 eine "Normalo"-Neuauflage des TV-Formats "Big Brother" kommen würde, war seit Mitte vergangenen Jahres klar – damals kündigte ProSiebenSat.1 das Revival im Rahmen der TV-Messe Screenforce Days an. Jetzt steht auch fest, wann es los geht: Am 10. Februar, 20 Jahre nach der Deutschland-Premiere, ziehen die neuen Kandidaten zur Nonstop-Überwachung in den Container ein.

Ausgestrahlt wird die Sendung, die in ihren Anfängen bei RTL lief, von Sat.1, die Live-Shows wird Jochen Schropp moderieren. Weitere Details sind bislang nicht bekannt, das Konzept wird aber mit großer Wahrscheinlichkeit nah an der Originalversion sein.

Das deutete jedenfalls Rainer Laux an: Der Executive Director bei Endemol Shine Germany, die die Produktion verantworten, findet es demnach besonders spannend, "wieder das Urprinzip zu beleben, mit Kandidaten aus verschiedenen Lebenswelten."

In erster Linie gehe es bei der 100 Tage lang dauernden Show darum, Menschen zusammen zu bringen "und Reibung zu erzeugen“, so Laux im Interview mit W&V. Dies schaffe man mit Kandidaten aus verschiedenen Lebenswelten. Der obligatorische Blogger werde wohl auch dabei sein – "aber auch andere Welten kommen vor."

Die neuen Kanäle werden natürlich ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. So wird die Streamingplattform Joyn, die ProSiebenSat.1 zusammen mit Discovery im Juni 2019 gestartet hat, "Big Brother" mit einem 24-Stunden-Stream begleiten. Das ein oder andere Extra-Format dürfte es auf Joyn sicher darüber hinaus geben.

Neue Möglichkeiten für die Vermarktung

In Sachen Vermarktung ist Laux ebenfalls optimistisch. Während bei der "BB"-Premiere im Jahr 2000 viele Werbekunden noch zögerlich auf das damals vieldiskutierte Format reagierten, hat sich die Situation mittlerweile verändert.

Inzwischen sei die Industrie deutlich interessierter, so Laux: "So ein 100-Tage-BB ist natürlich für viele Marken sehr interessant." Schon aufgrund der Vielzahl an Einbindungsmöglichkeiten, die es im Rahmen des rechtlich Zulässigen gibt: "Man kann beispielsweise neue Produkte vor der Kamera testen – das bringt viel Aufmerksamkeit."


Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde

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