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Sky im Interview:
"On Demand wird bald die stärksten Einzelsender überholen"

Der Siegeszug des nicht-linearen Fernsehens lässt sich nicht mehr aufhalten, glaubt Jacques Raynaud, Chef der Bereiche Sport und Vermarktung bei Sky Deutschland.

Text: W&V Redaktion

12. Juni 2018

Jacques Raynaud verantwortet bei Sky Deutschland die Bereiche Sport und Vermarktung
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Lineares Fernsehen wird in fünf Jahren nur noch Sport und News als Live-Programme zeigen, glaubt so mancher internationaler Player in der TV-Branche. So weit möchte Jacques Raynaud, seit April neuer Chef der Bereiche Sport und Vermarktung bei Sky Deutschland, zwar nicht unbedingt gehen.

Dennoch glaubt auch er, dass On-Demand-Angebote bereits in naher Zukunft das traditionelle TV überflügeln: "Es wird nicht mehr lange dauern, dann werden die On-Demand-Services in manchen Bereichen die stärksten Einzelsender überholen", so Raynaud im Gespräch mit W&V.

Bei Sky werde On-Demand ebenfalls zunehmend stärker genutzt – auch außerhalb der Fußball-affinen klassischen Männer-Zielgruppen: "Wir haben im nicht-linearen Bereich ein Millionen-Publikum, das viel breiter aufgestellt ist", so Raynaud: Filme und Serien machen bei Sky Deutschland demnach bereits "bis zu 80 Prozent der Abrufe" aus.

Die On-Demand-Nutzung steigt signifikant

Mit dem seit 2. Mai neu konzipierten Angebot Sky Q werde das, aufgrund neuer Funktionen wie Restart, voraussichtlich noch zunehmen: "Wir erwarten hier einen noch deutlicheren Anstieg in der Nutzung unserer On-Demand-Inhalte." Raynauds Prognose basiert auf der Entwicklung in Großbritannien, Irland und Italien, wo Sky Q bereits eingeführt ist: Dort gebe es im nicht-linearen Bereich bereits "einen signifikanten Anstieg" der Nutzung. 

Was die Vermarktung dieses Angebots allerdings noch erschwert, ist die noch nicht adäquate Abbildung der Reichweiten in der "defragmentierten TV-Welt". Dazu brauche es die Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF). Einen Konsens habe man diesbezüglich zwar schon erzielt – "es ist eben technisch eine Herausforderung."

Was Jacques Raynaud außerdem im Interview mit W&V 24/18 verät: Wie es mit den Eigenproduktionen des Hauses weitergeht, wie man es schafft, dass auch Seher von Pay-TV Werbung positiv aufnehmen - und warum man bei Sky Deutschland total scharf auf den WM-Start ist.

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