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Audio-Reichweiten
Online-Audio legt um 35 Prozent zu

Neue Zahlen zur Nutzung von Webradio in Deutschland: Laut der heute veröffentlichten MA 2020 IP Audio III der agma werden die ausgewiesenen Angebote mehr als 435 Millionen Mal abgerufen.

Text: W&V Redaktion

2. September 2020

Corona-Effekt bei der Webradio-Nutzung
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Neue Zahlen zur Nutzung von Webradio in Deutschland: Laut der neuen MA 2020 IP Audio III der Arbeitsgemeinschaft Mediaanalyse (AGMA) werden die ausgewiesenen Angebote mehr als 435 Millionen Mal abgerufen. Das entspricht einer Steigerung gegenüber der letzten Erhebung im vergangenen Quartal um neun Prozent. An der Dauer des Hörens hat sich aber nichts geändert: Eine durchschnittliche Session dauert eine Stunde und eine Minute und bleibt damit exakt gleichlang wie zur MA 2020 IP Audio II. Im Vorjahresvergleich beträgt das Marktwachstum sogar 35 Prozent, die Nutzung der Simulcast-Streams mit den digitalen Radioprogrammen stieg um 45 Prozent.

Sieger nach Sessions ist der Streamingdienst Spotify - mit mehr als 151 Millionen Sessions im Monat, gefolgt von SWR 3 (12,3 Millionen) und Antenne Bayern (11,1 Millionen).

Das sind die Top Ten (nach Sessions / Monat):

  1. Spotify (Sessions: 151.812.880, Veränderung ggü. Q1: 12 %)
  2. SWR 3 (Sessions: 12.326.582, Veränderung ggü. Q1: 7 %)
  3. Antenne Bayern (Sessions: 11.135.606, Veränderung ggü. Q1: -1 %)
  4. WDR 2 (Sessions: 10.120.932, Veränderung ggü. Q1: 4 %)
  5. 1live (Sessions: 9.747.082, Veränderung ggü. Q1: 7 %)
  6. laut.fm (Sessions: 8.681.991, Veränderung ggü. Q1: - 8 %)
  7. NDR 2 (Sessions: 8.624.220, Veränderung ggü. Q1: 5 %)
  8. Shoutcast (Sessions: 8.381.445, Veränderung ggü. Q1: 9 %)
  9. Deutschlandfunk (Sessions: 6.983.121, Veränderung ggü. Q1: - 3 %)
  10. Bayern 1 (Sessions: 6.193.814, Veränderung ggü. Q1: 5 %)

"Die Ergebnisse der ma IP Audio zeigen: Innovative Contentformate und neue Devices sorgen für Nutzungswachstum auf allen verfügbaren Plattformen. Der anhaltende Boom von Smart Speakern & Co. eröffnet im Audiomarkt neue Dimensionen der Interaktion zwischen Marken und Nutzern – Stichwort Voice Advertising", kommentiert RMS Digitalchef Frank Bachér. Das Online Audio-Portfolio von RMS liegt bei etwa 132 Millionen Sessions pro Monat, wobei die Sessiondauer im Schnitt 79 Minuten beträgt.

Die ma IP Audio dokumentiert die Streamingabrufe über alle digitalen Empfangswege – stationäres/mobiles Web, WLAN-Radio, externe Player, Radionutzung über Apps und umfasst 83 Publisher, 1.190 Channels, zwei User-Generated-Radios und einen Musik-Streamingdienst. Die Untersuchung weist - im Unterschied zur klassischen Radioerhebung - ausschließlich technische Messdaten aus, somit liegen keine Angaben zu den Hörern vor.

Und gleich noch eine Studie zu Internet-Radio und Podcast wurde heute veröffentlicht: Der Online-Audio-Monitor von den Landesmedienanstalten aus Bayern, Berlin-Brandenburg, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sowie dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) und dem Verband Privater Medien (Vaunet) zeigt: Online-Audio-Angebote erreichen inzwischen mehr als 70 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren. Das entspricht 50 Millionen Nutzern, im Vorjahr seien es noch 6,1 Millionen weniger gewesen, heißt es in der Studie. Die Befragung fiel in die Zeit der Corona-Pandemie. Verglichen mit dem Vorjahr gab es in der gesamten Bandbreite von Audio-Angeboten mehr Nachfrage. Das laufende Radioprogramm über Internet erreichte nun 51 Prozent der ab 14-Jährigen - ein Plus von 23 Prozent. Bei Podcasts beziehungsweise Radiosendungen auf Abruf ging der Wert um 45 Prozent auf 24,4 Prozent nach oben. Webradio hören laut Studie 25 Prozent der Befragten täglich oder fast täglich - ein Anstieg um 36 Prozent. Das wichtigste Gerät für die Nutzung bleibt dabei das Smartphone.

(Julia Gundelach mit dpa)


Autor: Julia Gundelach

ist im Specials-Team der W&V und schreibt daher jede Woche über ein neues spannendes Marketing-Thema. Dem Verlag ist sie schon lange treu – nämlich seit ihrem Praktikum bei media & marketing in 2002.

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