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Social Media
ORF reduziert sein Facebook-Angebot

Die Redaktion und die Werbung werden zurückgefahren. Der ORF schraubt nach den Datenskandalen bei Facebook sein Engagement dort deutlich zurück.

Text: Anonymous User

3. Dezember 2018

Der Sender nutzt seine Hauptseite vordringlich für Programmankündigungen.
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Der öffentlich-rechtliche österreichische Rundfunksender ORF setzt in seiner Kommunikationsstrategie immer weniger auf das soziale Netzwerk Facebook. Mit Beginn des Monats Dezember hat der Sender die Zahl seiner Facebook-Seiten drastisch von bislang 70 auf nun 20 reduziert. Der Sender will künftig - mit wenigen Ausnahmen - keine redaktionellen Video- oder Audioinhalte beziehungsweise ganze Sendungen oder Beiträge mehr auf Facebook hochladen, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA kürzlich berichtete.

Die Nennung von ORF-Facebook-Seiten und die kostenfreie Werbung für die Marke Facebook in den Medien des ORF wurde bereits in den vergangenen Monaten zurückgenommen. So wurden alle Werbemaßnahmen für die Facebook-Auftritte des ORF durch Einblendungen im Fernsehen oder Bannerschaltungen auf der Webseite orf.at gestoppt.

Als Gründe gab der Sender an, dass Facebook zuletzt in vielfältiger Weise den Missbrauch von User-Daten zugelassen habe. Außerdem sei die Steuerung zur Verbreitung von Inhalten intransparent. Facebook sei zudem ein marktbeherrschender Konkurrent mit demokratiepolitisch bedenklichen Aspekten. Der ORF will Facebook daher künftig vor allem zur Stärkung und Kommunikation seiner Marken und Sender, zur Interaktion mit dem Publikum und zum Setzen von Links zu Angeboten auf ORF-Plattformen nutzen. Die Hauptseite des Senders hat derzeit über 134.000 Facebook-Abonnenten.

W&V-Redaktion/dpa

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