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Mehr Eigenproduktionen
ProSiebenSat.1 produziert Information selbst

ProSiebenSat.1 wird künftig an ihrem Hauptstandort in Unterföhring mehr Informationsprogramme selbst produzieren. Den Anfang macht "Akte".

Text: W&V Redaktion

26. September 2018

Fernsehchef Wolfgang Link setzt bei ProSiebenSat.1 TV auf relevante Inhalte.
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Nicht nur Streaminganbieter bauen ihre Eigenproduktionen massiv aus: Sondern auch die Senderfamilie ProSiebenSat.1. Die Richtung aber, die die Unterföhringer diesmal ankündigen, ist eine ganz andere - sie kann als Stärkung der Informationskompetenz verstanden werden. Nicht Serien oder Showformate, sondern vor allem Tatsachen stellt P7S1 in den Vordergrund.

Wolfgang Link, Vorsitzender Geschäftsführer ProSiebenSat.1 TV Deutschland: "Mit diesem Schritt unterstreichen wir unser Vorhaben, wieder mehr relevante Inhalte aus eigener Hand zu produzieren und damit unser journalistisches Profil zu schärfen. Neben so erfolgreichen Formaten wie 'Galileo', 'Taff' oder 'Abenteuer Leben' wollen wir in Zukunft weitere Sendungen in Eigenregie entwickeln, konzipieren und herstellen."

Nur eine Sendung, die nun übernommen wird, wird aber zunächst bekanntgegeben: Sat.1 wird das Magazin "Akte" ab Mitte 2019 selbst produzieren. Der TV-Sender baut dafür eine eigene Redaktion am Standort Unterföhring auf.

Sat.1-Geschäftsführer Kaspar Pflüger dankt der Produktionsfirma Meta Productions (Endemol) für 23 Jahre Zusammenarbeit, "inspirierende Zusammenarbeit und langjährige Partnerschaft". Pflüger: "Die 'Akte' ist und bleibt eine der wichtigsten Marken für Sat.1."

Um die es im Sommer ein bisschen Stress gab: Der Gründer von Thügida hatte Meta Bedingungen für ein Interview gestellt, von denen sich Sat.1 dann distanzierte. Und auch die Sehbeteiligung des Formats lag schon mal höher - auch das vielleicht ein Grund für den Produktionswechsel? Zuletzt schalteten rund eine Million Zuschauer die "Akte" ein (dienstags, 22.15 Uhr). Seit 2011 gehen die Quoten zurück. Lagen sie bis dahin meist bei rund 11 Proeztn in der Zielgruppe, reißen sie seither kaum noch die 10 Prozent. 1,8 Millionen Seher hatten im Schnitt 2011 eingeschaltet.

Das Format moderiert aktuell Claus Strunz. Groß gemacht hatte es Ulrich Meyer, der 21 Jahre lang das Gesicht der Sendung gewesen war.

Die "Akte" dürfen die Berliner von Meta nun noch bis Ende des Jahres produzieren. Bis die neue Redaktion in Unterföhring aufgebaut und einsatzbereit ist, zeigt Sat.1 dann Anfang 2019 erst einmal von unterschiedlichen Produktionsfirmen produzierte, monothematische "Akte"-Sendungen.

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