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Initiative
"Quarantinos" soll Film-Freelancer retten

Eine Gemeinschaft aus Freelancern aus der Film-Branche hat die Initiative "Quarantinos" ins Leben gerufen - mit dem Ziel, im Falle eines Lockdowns weiterhin TV-Spots für Kunden produzieren zu können.

Text: W&V Redaktion

17. März 2020

Die Freelancer-Initiative "Quarantinos" macht sich für einen möglichen Lockdown bereit.
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Die Corona-Krise trifft auch Freischaffende mit voller Wucht. Eine Freelancer Gemeinschaft rund um Regisseur Tobias Stubbe hat sich nun eine besondere Aktion einfallen lassen, um auch im Falle eines Lockdowns weiter TV-Spots, Social Media Videos und Co. produzieren zu können. Mithilfe der Plattform "Quarantinos" kann das auf eine sichere Weise geschehen, nämlich indem jeder Freelancer von zu Hause aus arbeitet.

"Wir können als Freelancer Gemeinschaft Filme auch im Lockdown erstellen"

"Wir beraten dafür Kunden, wie sie ihre Video-Pläne in Zeiten des Lockdowns anpassen können und suchen dann entsprechend die passenden Freelancer zusammen. Zum Beispiel ein Kameramann, der im gleichen Haushalt wie eine Schauspielerin wohnt und eine kurze Szene aufnehmen kann", erklärt Tobias Stubbe. "Das Material reichert dann ein Designer von zu Hause aus mit CGI an. Off-Sprecher, Edit - wir können als Freelancer Gemeinschaft Filme auch im Lockdown erstellen. Und damit unser finanzielles Überleben sichern."

"Quarantinos" befindet sich noch im Aufbau. Im Laufe der Woche soll die Website weiter ausgebaut werden. "Wichtig ist dabei, dass wir keine Agentur oder ein Geschäftsmodell werden. Wir nehmen keine Marge, sondern versuchen auch für uns selbst als Freelancer Aufträge zu generieren", betont Stubbe. "Wir streben eine Kooperation mit dem größten Netzwerk Crew United an, um schnell die richtigen Freelancer für ein Projekt zu finden." Mit Erfolg: Das Film-Netzwerk mit über 200.000 Freelancern hat inzwischen ihre Unterstützung zugesichert - nun geht es darum, gemeinsam einen Weg durch die Krise zu finden.

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