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Antenne Bayern mit Partnern
Radiosender bereiten Datenbündnis vor

Antenne Bayern plant für 2019 gemeinsam mit weiteren Radiostationen die Gründung einer Gesellschaft, die für die Gattung Hörfunk Nutzerdaten sammeln und aufbereiten soll. 

Text: W&V Redaktion

12. Dezember 2018

Egal wo und wie Radio gehört wird - die Daten der Nutzer sollen besser erfasst und aufbereitet werden.
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Neben Verimi oder auch der European Net-ID soll im kommenden Jahr eine weitere Datenallianz im deutschen Markt platziert werden: Diverse Radiosender planen den Start einer gemeinsamen Plattform.

Das hat Antenne Bayern am Dienstag im Rahmen einer Veranstaltung des Wirtschaftsbeirats der Union in München verkündet. Anfang des kommenden Jahres soll laut Senderchef Karlheinz Hörhammer die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft bekannt gegeben werden. Welche Audioanbieter mitwirken, wie die neue Allianz heißen und wo sie angesiedelt wird – diese Details sollen laut dem scheidenden Antenne-Bayern-Boss in wenigen Wochen bekannt gegeben werden.

Wichtig sei dieser Schritt, um in der digitalen Vermarktung Schritt halten zu können, so Hörhammer. Ebenso wie die Login-Allianz European Net-ID Foundation der Medienkonzerne RTL, ProSiebenSat.1 und United Internet soll das neue Unternehmen im Namen der Gattung Funk DSGVO-konform Informationen über Nutzer von Radioprogrammen und digitaler Angebote sammeln. Genutzt werden sollen die Daten, um etwa das aus der Digitalvermarktung bekannte Targeting auch fürs Radio anwendbar zu machen und die inzwischen zur MA Audio erweiterten Reichweitendaten zu ergänzen. 

Was es für die Gattung Funk sonst noch zu tun gibt 

Daneben hebt Karlheinz Hörhammer, der zum 1. Juli 2019 den Antenne-Bayern-Chefsessel für seinen Nachfolger Felix Kovac freimachen und seinen Ruhestand mit Golf und Rockmusik verschönern wird, in den kommenden Jahren das Fokussieren junger Zielgruppen als zentrale Aufgabe der Radiobranche hervor.

Karlheinz Hörhammer lenkt Antenne Bayern seit den 1990er Jahren.

Bei der CSU-Veranstaltung unter dem Motto "Warum es Radiosender auch noch in 25 Jahren gibt" (Was Hörhammer definitiv nicht anzweifelt …), riet der erfahrene Manager, mit Streams und jungen Programmen eine echte Alternative zu Spotify & Co. aufzubauen. Sein Wunsch an die Medienpolitik, die bei derlei Plänen der werbefinanzierten Sender mitspielen soll: "Für den privaten Hörfunk ist eine breite Öffnung nötig, um wettbewerbsfähig zu bleiben." 

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