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International
Raustralien! Netflix bringt Doku zum Djokovic-Drama

Die Chancen, dass Tennis-Querdenker Novak Djokovic doch noch an den Australian Open teilnehmen darf, stehen denkbar schlecht. Seine nun geplante Ausweisung bietet allerfeinsten Stoff für eine Netflix-Doku.

Text: W&V Redaktion

14. Januar 2022

Perfektes Netflix-Material: Novak Djokovics Familie auf ihrer schon jetzt legendären Pressekonferenz.
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Australien wird zu "Raustralien". Novak Djokovic, ungeimpfter Tennis-Superstar mit Hang zum Querdenken, darf nun wohl doch nicht an den Australian Open teilnehmen. Einwanderungsminister Alex Hawke entzog dem Serben nach langer Bedenkzeit das Visum. Demnach müsste Djokovic das Land nun auf dem schnellsten Weg wieder verlassen. Ob er tatsächlich ausgewiesen wird, ist aber noch unklar. Seine Anwälte haben Einspruch eingelegt, eine endgültige Entscheidung könnte am Sonntag fallen, einen Tag vor Turnierbeginn. Wie auch immer die Tennis-Seifenoper ausgeht – Netflix-Zuschauer werden es miterleben.

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Tennis-Doku vom Formel-1-Produzenten

Denn der Streamingdienst produziert derzeit eine mehrteilige Tennis-Doku, die an den Formel-1-Welterfolg "Drive to Survive" angelehnt ist – und die vom gleichen Produzenten stammt, dem Engländer James Gay Rees und seiner Firma Box to Box Films. Für die Dreharbeiten ist das Team auch in Australien vor Ort und darf die Ereignisse hautnah verfolgen. Das Projekt war schon vor dem Djokovic-Drama geplant – was sich nun als Glücksfall für Netflix erweist.

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Sendetermin noch unklar

"Die Doku-Serie, die einen Blick hinter die Kulissen wirft, wird nie zuvor gesehenes Material über Djokovics Skandal enthüllen", berichtet die Daily Mail und spekuliert über "explosive Szenen". Nachdem "Drive to Survive" vor allem in den USA einen ungeahnten Formel-1-Boom ausgelöst hat, planen viele Profi-Sportarten vergleichbare Dokus.

Beim Tennis gilt das als besonders kompliziert, weil die Rechte bei verschiedenen Turnierveranstaltern liegen, und weil die zahllosen Spieler viel schwieriger unter einen Hut zu bekommen sind als 20 Formel-1-Fahrer. Die Ereignisse in Australien könnten dem Projekt jetzt einen Riesen-Push verleihen. Ob die Djokovic-Bilder erst am Jahresende in einem Saisonrückblick zu sehen sind, oder recht bald in einer eigenen Doku, ist noch nicht bekannt.

Schon jetzt bietet das Thema genug Stoff, etwa auch auf Twitter:

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Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

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