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UK-Zeitungsmarkt
Reach: Zukäufe sorgen für Umsatzplus

Der größte britische Zeitungsverlag kann die Schulden deutlich senken. Doch das Tagesgeschäft bleibt schwierig: Die Anzeigenerlöse fallen weiter dramatisch.

Text: W&V Redaktion

18. Dezember 2018

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Der britische Zeitungsverlag Reach (früher Trinity Mirror) kann durch die Übernahme der überregionalen Zeitungstitel Daily Express und Daily Star den Gruppenumsatz im vierten Quartal 2018 um 23 Prozent steigern.

Synergie-Effekte durch die Integration der beiden Titel führen außerdem zu Einsparungen in Höhe von drei Millionen Pfund – eine Million mehr als noch vor Kurzem erwartet. Dies geht aus einer aktuellen Quartalsveröffentlichung des Verlags hervor.

Darüber hinaus geht der Verlag davon aus, dass er dieses Jahr seine Schulden von 81 auf 55 Millionen Pfund senken kann – nicht zuletzt durch Verkäufe leerstehender Gebäude in Cardiff und Liverpool.

Negative Entwicklungen

Doch diesen positiven Zahlen stehen eine ganze Reihe negativer Entwicklungen gegenüber: Denn betrachtet man die Umsatzentwicklung für den gleichen Zeitraum mit identischen Faktoren, also ohne das Wachstum durch die Übernahme des Express und des Star, dann geht der Gruppenumsatz im vierten Quartal um fünf Prozent zurück.

Noch schlimmer: Die Rückgänge bei Vertriebs- und Anzeigenerlösen setzen sich ungemindert fort. So erwartet der Verlag für das vierte Quartal ein Minus bei den Vertriebserlösen in Höhe von vier Prozent, bei den Anzeigenerlösen sogar von happigen 15 Prozent.

Reach ist der mit Abstand größte Zeitungsverlag im Vereinigten Königreich mit überregionalen Titeln wie Daily Mirror und Daily Express sowie mehr als 200 Lokal- und Regionalzeitungen wie der Manchester Evening News, der Birmingham Mail oder dem Liverpool Echo.

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