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Diversity
Recruiting im Editorial: Der Stern will diverser werden

Das Vorwort von Stern-Chefredakteurin Anna-Beeke Gretemeier hat diesmal ein ungewöhnliches Thema - die mangelnde Diversity im eigenen Haus. Deswegen hat sie das Editorial zur Stellenanzeige umfunktioniert.

Text: W&V Redaktion

13. August 2020

Flammende Zeilen für mehr Diversity: Anna-Beeke Gretemeier.
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Ohne Diversity geht es nicht. Auch nicht in der Welt der Medien. Auch nicht bei Gruner + Jahr und dessen Flaggschiff Stern. Dessen Chefredakteurin Anna-Beeke Gretemeier ruft im Editorial der aktuellen Ausgabe Interessierte auf, sich zu bewerben. Und hat dabei ganz bestimmte Menschen im Blick.

Doch zunächst geht es Gretemeier um Werbung in eigener Sache. Stolz weist die Journalistin darauf hin, dass ihr Haus das einzige Medium Deutschlands ist, bei dem Frauen und Männer gleichermaßen Führungspositionen besetzen. Demnach kommt der Gruner + Jahr-Titel auf einen Frauenmachtanteil von 52 Prozent. Deutlich vor Spiegel (40 Prozent) und Zeit (35,8 Prozent). Erhoben wurden die Zahlen vom Verein Pro Quote Media.

Diversity meint mehr als nur das Geschlecht

Wenn es also um die Geschlechterverteilung geht, so bräuchte sich Anna-Beeke Gretemeier keine Gedanken machen. Auch bei der Altersverteilung sieht die Situation gut aus. Doch das reicht ihr nicht. "Was uns fehlt, sind Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen innerhalb dieses Landes. Wir brauchen Diskurs, Reibung und neue Blickwinkel innerhalb unseres Teams. Wir brauchen mehr Menschen anderer Nationalitäten, Kulturen und Muttersprachen, um die Art und Weise, wie der Stern Geschichten erzählt, an die Realitäten in unserem Land, in dem jede vierte Person einen Migrationshintergrund hat, anzugleichen", so Gretemeier in ihrem Editorial.

Ihre Aufforderung folglich am Schluss des Textes: "Bewerben Sie sich bei uns. Bereichern Sie uns!"

Ein ungewöhnlicher Platz, um nach neuen Kollegen zu suchen: das aktuelle Editorial.


Autor: Peter Hammer

begleitet seit vielen Jahren redaktionell die Agentur-Branche, für die W&V wie auch früher für den Kontakter. Als Ressortleiter wie Redaktionsleiter. Liebt gute Kreation, aber mehr noch interessante und innovative Geschäftsmodelle. Unabhängig von Kanal und Größe. Was ihn immer wieder überrascht: Wie viele spannende Menschen es in der Branche gibt.

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