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Führungswechsel in der Verlagsbranche
Roger Lynch wird globaler CEO von Condé Nast

Der Neue an der Spitze des Publishers hat einen ungewöhnlichen Werdegang: Er war einst Physiker bei einem Luftfahrtunternehmen.

Text: W&V Redaktion

5. April 2019

Roger Lynch soll Condé Nast digital auf Wachstumskurs bringen.
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Condé Nast befindet sich derzeit, wie so viele Medienhäuser, im Prozess des Umbaus. Im Rahmen der Veränderungen hat der Publisher jetzt erstmals einen globalen CEO eingesetzt: Roger Lynch tritt seine neue Position am 22. April an und wird künftig außerdem dem Verwaltungsrat des Unternehmens angehören.

Lynch bringt reichlich Erfahrungen aus der Medienbranche mit. Er war zuletzt President und CEO des Musik-Streamingdienstes Pandora, bei dem er ebenfalls für die Neuausrichtung des Hauses zuständig war.

Vom Techniker zum Medienmacher

Davor baute er, auch hier als CEO, den Anbieter Sling TV zum Live-OTT-Dienst in den USA auf. Bei dem britischen IPTV-Anbieter Video Networks International Ltd. und Chello Broadband in Amsterdam hatte er ebenfalls verschiedene Führungspositionen inne.

Eigentlich kommt Lynch aber aus einer ganz anderen Ecke als dem Medienbusiness:  Zu Beginn seiner Karriere war er als Investmentbanker mit Schwerpunkt auf Technologie bei dem Investmentbanking- und Wertpapierhandelsunternehmen Morgan Stanley tätig und als Physiker bei der Hughes Aircraft Company beschäftigt.

Im Rahmen der Umbauten bei Condé Nast übernimmt Jonathan Newhouse den Vorsitz des Verwaltungsrats; seine Position als CEO von Condé Nast International gibt er ab. Bob Sauerberg, der die letzten drei Jahre als CEO das US-Geschäft von Condé Nast geleitet hat, gibt seinen Posten ebenfalls auf – er scheidet nach 18 Jahren aus dem Unternehmen aus.

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