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RTL-Dokumentation
RTL+ arbeitet "Kölner Silvesternacht" auf

Mehr als 500 Frauen wurden in der Silvesternacht 2015 in Köln Opfer sexueller Gewalt. Wie es dazu kommen konnte und welche Entwicklungen dies nach sich zog, zeigt RTL+ in einer dreiteiligen Dokumentation.

Text: W&V Redaktion

12. November 2021

Gewalt und Übergriffe: 2015 lief die Silvesternacht in Köln aus dem Ruder.
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Die Dokumentation über die "Kölner Silvesternacht" will die gesellschaftlichen und politischen Zusammenhänge der Ereignisse in dieser Nacht aufzeigen. Journalist:innen, Täter, Opfer, Helfer:innen, Politiker:innen und der Einsatzleiter ordnen die Geschehnisse aus unterschiedlichen Perspektiven ein. Die drei Folgen werden ab dem 9. Dezember auf der Streaming-Plattform RTL+ zu sehen sein.

Teil 1: Zwischen Wut und Willkommen

2015 spaltet die sogenannte Flüchtlingskrise ganz Deutschland: Helfen oder Abschotten, das ist die Frage. 25 Jahre nach der Wiedervereinigung brennen wieder Flüchtlingsheime in Deutschland. Gleichzeitig werden Politiker:innen und Journalist:innen zur Zielscheibe rechter Gewalt. Darunter auch Bürgermeisterin Henriette Reker, die Opfer einer Messerattacke wird. "Die Kölner Silvesternacht" zeichnet in der ersten Folge ein Psychogramm von Deutschland im Jahr 2015. Darin erzählt unter anderem Ahmad E. von seiner Flucht aus Syrien nach Deutschland und davon, was er hier vorfand. Flüchtlingshelfer:innen kommen zu Wort sowie Vertreter:innen der Medien, darunter Anja Reschke, Tanit Koch, Heribert Prantl und Jan Fleischhauer. Sie berichten, was in Deutschland im Jahr 2015 geschah und gehen der Frage nach: Hätten wir etwas anders machen können?

Teil 2: Die Nacht der Ohnmacht

Ein außergewöhnliches Jahr endet: 2015 flüchten über eine Million Menschen vor Krieg, Hunger oder wirtschaftlicher Not nach Deutschland. Medien und Bevölkerung feiern und leben eine Willkommenskultur - es zeigen sich aber auch Überforderung und ungelöste Probleme. Bewegungen wie Pegida oder Parteien wie die AfD haben starken Zulauf. Die Stimmung ist explosiv. Aus einer gewöhnlichen Silvesternacht am Kölner Dom wird ein Wendepunkt jüngerer deutscher Geschichte. Erzählt aus der Perspektive der Opfer, Polizist:innen und Täter zeigt sich, wie der Kölner Dom zu einem unüberschaubaren Tatort wurde. "Als ich dort angekommen bin, hatte ich das Gefühl, mich trifft der Schlag. Es herrschte eine völlig enthemmte Stimmung dort", erzählt Thorsten Meyer, Einsatzleiter der Polizei-Hundertschaft in der Silvesternacht.

Teil 3: Folgen einer Nacht

Wie diese Silvesternacht Deutschland verändert hat, hinterfragt der dritte Teil der Doku. Das Verhalten der politisch Verantwortlichen und der Medien enttäuscht große Teile der bundesdeutschen Bevölkerung. Der Begriff der "Lügenpresse" manifestiert sich in den Köpfen einiger Menschen. Teile der Presse machen eine Kehrtwende und läuten das Ende der Willkommenskultur ein. Auch die Bundesregierung richtet ihre Flüchtlingspolitik neu aus – ein Pakt mit der Türkei soll die Zahl der Flüchtlinge merklich senken. Gleichzeitig erleben Geflüchtete in Deutschland zunehmend Fremdenfeindlichkeit, die Geschehnisse an der Domplatte spielten dem Rechtsextremismus in die Karten. Doch es gibt weiterhin Menschen, die trotz dieser Geschehnisse in ihrem Humanismus unbeeindruckt bleiben – auch das zeigt die Dokumentation.


Autor: Katrin Ried

Ist Autorin der W&V. Neben Marketingthemen beschäftigt sie sich vorwiegend mit Zukunftstechnologien in Mobilität, Energie und städtischen Infrastrukturen. Für Techniktrends interessiert sie sich ebenso wie für Nachhaltigkeit, sozialen und ökologischen Konsum.

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