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TV-Experiment
RTL schickt Promis in die "Quarantäne-WG"

Günther Jauch, Thomas Gottschalk und Oliver Pocher gehen ab sofort täglich um 20.15 Uhr mit ihrer virtuellen WG auf Sendung. Sie sollen mit dem Format nicht nur unterhalten, sondern auch informieren.

Text: W&V Redaktion

23. März 2020

Ein Format für ungewöhnliche Zeiten: Die Quarantäne-WG von RTL.
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Dass die Sender auch im Unterhaltungsbereich auf die aktuelle Lage nicht schnell reagieren, kann man ihnen wirklich nicht vorwerfen: Am Freitag kündigte Sat.1 bereits seine "Comedy Konferenz - Promis in Quarantäne" an. Jetzt zieht RTL nach: Ab sofort senden die Kölner täglich live um 20.15 Uhr eine Stunde aus der "Quarantäne-WG". Die Mitglieder: Günther Jauch, Thomas Gottschalk und Oliver Pocher, der kürzlich positiv auf Corona getestet wurde.

Während das Sat.1-Format, das am 26. März läuft, als einmalige Show mit Comedians wie Chris Tall, Bülent Ceylan, Wigald Boning, Guido Cantz, Matze Knop oder Olaf Schubert geplant ist, wird die RTL-Sendung täglich jeweils eine Stunde lang ausgestrahlt. Wie lange das Format, i&u TV im Auftrag von RTL produziert, on Air bleibt, ist offen – und hängt wohl auch von der weiteren Entwicklung der Lage ab.

Der Zuschauer wird eingebunden

Jauch, Gottschalk und Pocher sind natürlich nicht wirklich zusammengezogen, sondern per Video-Chat miteinander verbunden und tauschen sich darüber aus, wie sie mit der aktuellen Situation umgehen. In jeder Sendung, die eine Mischung aus Information und Unterhaltung liefern will, sollen außerdem prominente Überraschungsgäste dazugeschaltet werden. Die Zuschauer werden ebenfalls eingebunden: Sie können in den sozialen Medien unter dem Hashtag #QuarantäneWG Fragen stellen.

"Obwohl mir klar ist, dass beim Casting unter meinem Namen 'Vertreter Risikogruppe' stand, freue ich mich auf dieses TV-Experiment", so Thomas Gottschalk. "Jetzt heißt es: zusammenrücken und zeigen, dass wir alle in einem Boot sitzen. Keiner in unserer WG passt wirklich zum anderen, aber wir haben alle das gleiche Problem. Wir müssen damit genauso fertig werden wie unsere Zuschauer und wissen genauso wenig, wie das geht."

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Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde

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