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Screenforce - der zweite Tag
Sat.1: Mit bewährtem Rezept zurück zu alter Stärke

Der neue Senderchef Daniel Rosemann will den Sender mit dem alten Erfolgsrezept wieder nach vorn bringen: Sport, Shows, und deutsche Fiction, in deren Helden "man sich wie einst verlieben kann".

Text: W&V Redaktion

15. Juni 2021

Daniel Rosemann setzt auf die klassischen Stärken von Sat.1.
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Seit im Mai diesen Jahres bekannt wurde, dass ProSieben-Chef Daniel Rosemann zusätzlich auch noch den Schwestersender Sat.1 leiten würde, fragten sich viele, wie er den Sender umbauen würde. Jetzt steht fest: "Wir wollen Fernsehen mit Herz, Leidenschaft, Humor und großen Gefühlen machen", kündigt Rosemann im Rahmen der Screenforce Days bei der Programmpräsentation der ProSiebenSat.1-Gruppe an. Mit dem Sat.1-Frühstücksfernsehen gelinge das bereits. "Diese Ansprache, dieses Gefühl wollen wir in Zukunft in möglichst viele Programme tragen. Das heißt ganz klar: Sat.1 wird sich verändern. Zum 40. Geburtstag soll ein neues Sat.1 in alter Stärke strahlen."

Dieses neue Sat.1 orientiert sich zu einem guten Teil am früheren Rezept. Und eine der Haupt-Zutaten davon ist Fußball: Neun Bundesliga-Spiele wird Sat.1 in der neuen Saison zeigen. Bayern München spielt zweimal zum Start die Hauptrolle: Am 13. August eröffnet der amtierende Meister die Saison, vier Tage später will der neue Trainer Julian Nagelsmann mit dem Supercup seinen ersten Titel gewinnen. Doch es geht schon früher los: Bereits am 23. Juli läuft der Auftakt der 2. Bundesliga. Präsentieren wird all dies der von der ARD abgeworbene Moderator Matthias Opdenhövel, der die Neuauflage von "Ran" präsentiert.

Fiction in alter Tradition

Ein weiter klassischer Baustein von Sat.1: deutsche Fiction; Stoffe, in die sich das  Publikum "verlieben kann" wie einst in "Danni Lowinski" oder "Der letzte Bullen", so Rosemann. Die Produktionen, die das schaffen sollen: Gemeinsam mit seiner Streamingplattform Joyn hat Sat.1 die sechsteilige Serie "Blackout" gedreht, die 2022 laufen wird. Außerdem in Arbeit: Sarah Engels träumt als alleinerziehende Mutter in dem Musicalfilm "Toni & Tom" von einer Musicalkarriere. In der Dramedy-Serie "Nachricht von Mama" filmt eine junge Mutter viele Nachrichten, die sie ihren Mann und ihren Kindern hinterlassen will.  

Mehr Politik und aktuelle Informationen stehen im Wahljahr natürlich auch auf der Agenda. Neben der Prime-Time-Doku "Die Ära Merkel – Gesichter einer Kanzlerin" sendet Sat.1 das Format"„Facing The Classroom", in dem die drei KanzlerkandidatInnen von SchülerInne ins Kreuzverhör genommen werden. Sommerinterviews mit den SpitzenkandidatInnen der Parteien und mehr aktuelle Sondersendungen aus der "Akte"-Redaktion sind ebenfalls geplant. Weitere Ideen soll die neue Sat.1-Chefredateurin Juliane Eßling liefern, die zum 1.Juli antritt.

Gleich drei Shows für Ralf Schmitz

Und natürlich setzt Rosemann bei Sat.1 auch weiterhin auf Shows, Shows, Shows. Zu den größten Produktionen zählen "Hochzeit auf den ersten Blick", "Mein Date, mein bester Freund & Ich" sowie die neuen Musik-Shows "Let the Music play – Das Hit-Quiz" (Moderator: Amiaz Habtu) und "All Together Now" (AT). "The Voice of Germany" kehrt zurück und wird im Wechsel mit ProSieben gezeigt. Im Oktober steht der "Deutsche Comedypreis" an, im August kehrt drei Wochen lang "Promi Big Brother" zurück. Und die Köche dürfen in "The Taste" wieder an den Herd.

Gleich drei neue Shows bekommt zudem der von RTL abgeworbene Ralf Schmitz:  In seiner ersten Prime-Time-Show "Paar Wars" (AT) stellt der Comedian Beziehungen auf die Probe. In der neuen Impro-Comedy "Halbpension mit Schmitz" muss er mit seinen Stammgästen die Anweisungen von Spielleiter Pierre M. Krause umsetzen. Und das dritte Format – ist noch geheim.

Rosemanns Fazit: "Das wird ein Herbst der neuen Gesichter in Sat.1. Amiaz Habtu, Matthias Opdenhövel und Ralf Schmitz streifen das Sat.1-Trikot über. Das freut mich sehr. Mit ihnen und vielen anderen etablierten Gesichtern gehen wir unsere Mission an: ein neues Sat.1 mit alter Stärke."


Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde

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