Anzeige

Lockerung bei Dreharbeiten
Schauspieler dürfen wieder küssen und kämpfen

Bisher mussten sich Darsteller von Kuss- oder Kampf-Szenen für fünf Tage in Quarantäne begeben. Jetzt wurden die Arbeitsschutz­maßnahmen gelockert. Die Produzentenallianz begrüßt die Entscheidung.

Text: W&V Redaktion

24. Juli 2020

Anzeige

Die "Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM)" hatte am Donnerstag (23.7.) mitgeteilt, dass die bisherigen Quarantänemaßnahmen ab sofort abgemildert werden. An ihre Stelle tritt nun eine sogenannte Schutzzeit. Die ist in drei Stufen unterteilt und kann auch Kontaktbeschränkungen beinhalten. Zudem sind – je nach Stufe – regelmäßige Corona-Tests vorgesehen.

Die Produzentenallianz begrüßt die Lockerung der Arbeitsschutz­maßnahmen: Der Verband der Produzenten zeigt sich froh darüber, "dass wir durch unseren Input aus der Praxis und durch das von uns in Auftrag gegebene medizinische Gutachten zu der überfälligen Lockerung und Flexibilisierung der bisherigen Handlungshilfe der BG ETEM für Filmproduktionen beitragen konnten."

In die Erleichterung darüber mischt sich aber auch Kritik. Aus Sicht der Produzentenallianz wäre auch eine ausschließlich auf Tests basierende Variante - "wie in vielen anderen Staaten" - denkbar und sinnvoll gewesen. Außerdem will der Verband einen Ausfallfonds schaffen. "Um in Corona-Zeiten drehen zu können, bedarf es neben einheitlichen Standards auch eines Ausfallfonds, der die trotz aller Sicherheitsvorkehrungen verbleibenden Risiken eines - vorübergehenden oder dauerhaften - Abbruchs der Dreharbeiten absichert", sagt Oliver Castendyk, wissenschaftlicher Direktor der Produzentenallianz und Mitglied der Geschäftsleitung.

Dieser Inhalt kann leider nicht dargestellt werden. Sie finden ihn hier.


Autor: Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.

Anzeige