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Fußball-Übertragungsrechte
Sky erwirbt TV-Rechte an der English Football League

Obwohl der Pay-TV-Anbieter 35 Prozent mehr zahlt als beim vorhergehenden Deal, sind einige Clubs unzufrieden. Sie möchten eigene Abo-Streamingdienste launchen.

Text: W&V Redaktion

20. November 2018

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Die English Football League (EFL), der Verband der Profi-Ligen unterhalb der Premier League, hat mit Sky einen neuen Fünf-Jahres-Vertrag abgeschlossen.

Danach erwarb die Pay-TV-Plattform die Live-Übertragungsrechte für die drei Ligen für 595 Millionen Pfund (669 Millionen Euro) – ein Plus gegenüber dem vorhergehenden Vertrag um 35 Prozent.

Der Fünf-Jahres-Deal beginnt mit der neuen Saison 2019/20 und umfasst laut EFL die Live-Übertragung von 138 EFL-Begegnungen pro Spielzeit. Darüber hinaus 15 Play-off-Spiele, 15 Spiele des EFL-Liga-Cups ("Carabao Cup") inklusive des Finales sowie die Halbfinalspiele und das Finale der Checkatrade Trophy, dem Pokalwettbewerb der unteren beiden Profi-Ligen EFL League One und EFL League Two.

Warum diverse Clubs dennoch meutern

Obwohl der neue Vertrag den 72 EFL-Vereinen deutlich mehr Geld bringt als der vorhergehende Deal, haben einige Clubs der Championship League, der zweiten englischen Liga, vehement gegen die Vertragsbedingungen protestiert. Dazu gehören Leeds United, Aston Villa und Derby County – drei Clubs mit einer großen Fanbasis.

Sie sollen nach einem Bericht der Financial Times sogar damit gedroht haben, eine eigenständige Liga zu gründen. Im Kern geht es offenbar darum, dass diese Clubs das Recht eingeräumt bekommen wollen, eigene Onlinestreaming-Dienste auf Abo-Basis zu kreieren, die sie eigenständig vermarkten können.

Die EFL-Vorstand erklärte, der neu ausgehandelte Deal sei "im besten Interesse" aller EFL-Vereine, räumte allerdings ein, dass er die Kritik und Enttäuschungen einiger Clubs zur Kenntnis genommen habe und prüfen wolle, wie der Verband künftig deren Interessen berücksichtigen könne.

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