Anzeige

Fußball-Bundesliga
Sky und Dazn sichern sich Live-Rechte bis 2025

Die Bundesliga-Clubs erhalten von den TV-Partnern ab 2021/22 durchschnittlich 1,1 Milliarden Euro pro Saison. 200 Saisonspiele werden von Sky, 106 Spiele von Dazn übertragen. Andere Bieter gehen leer aus.

Text: W&V Redaktion

22. Juni 2020

Anzeige

Für die Fußball-Fans ändert sich nur wenig. Sky als langjähriger Pay-Partner der Liga hat sich drei der vier Live-Pakete der Fußball-Bundesliga gesichert. Ein Paket erhält der ebenfalls kostenpflichtige Streamingdienst Dazn.

Sky hat mit 200 Partien zwar künftig weniger Partien im Angebot als bisher, darf mit den Paketen A, B und C aber alle Samstags-Partien live zeigen und die Bundesliga-Konferenz übertragen. Außerdem gehören alle Begegnungen der englischen Wochen, die Relegation zur 1. Liga und der Supercup zum künftigen Angebot des Senders.

Dazn bekommt die Freitags- und Sonntagsspiele

Dazn hat sich das Paket D gesichert, das alle Freitags- und Sonntags-Spiele umfasst. Zuletzt hatte der Streamingdienst über eine Sublizenz von Eurosport ein Paket mit 40 Punktspielen gehalten und nach dem Bundesliga-Restart und der Eurosport-Kündigung zusätzlich einzelne Partien von der DFL erworben.

Ein kleineres Paket ging im Rahmen der Auktion darüber hinaus an Sat.1: Der Free-TV-Sender darf von 2021 an pro Saison neun Spiele live im Free-TV zeigen.

Nach dem Verlust der Champions-League-Rechte an Dazn und Amazon war Sky erheblich unter Druck gestanden. Der Verlust der Bundesliga wäre für den Sender aus Unterföhring wahrscheinlich existenzbedrohend geworden. Sky hat sich auch die Live-Rechte der 2. Liga gesichert. Die neu eingeführten Samstagabend-Spiele (20.30 Uhr) der 2. Bundesliga werden im Free-TV bei Sport1 zu sehen sein.

Amazon und Telekom gehen bei Auktion leer aus

Der im Vorfeld als aussichtsreicher Kandidat gehandelte Onlinehändler Amazon hat wie die Telekom keines der insgesamt sieben audiovisuellen
Live-Rechtepakete erhalten. Zuletzt hatte Amazon mit dem Kauf von Rechten der Premier League und der Champions League für Aufsehen gesorgt. Nach der Corona-Zwangspause erwarb der Internet-Gigant zudem einzelne Bundesliga-Spiele und übertrug parallel zu Dazn. (dpa/mw)

Anzeige