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Streamingplattform mit 55 Sendern startet
So sieht Joyn aus

Das Projekt Joyn von ProSiebenSat.1 und Discovery versammelt 55 Live-Sender auf seiner App. Es sind auch die Partner ARD, ZDF und Viacom dabei.

Text: W&V Redaktion

18. Juni 2019

Ab Winter auf der Plattform Joyn: Eigenproduktionen wie "Check Check" mit Klaas Heufer-Umlauf.
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Für Juni angekündigt, ab 18. Juni auf Sendung: ProSiebenSat.1 und Discovery nehmen heute den Betrieb ihrer gemeinsamen Plattform Joyn auf. Zunächst ist der Streamingdienst kostenfrei. Er bietet 55 Livesender - darunter auch ARD, ZDF, Welt, Sport 1 und demnächst Programme des neuen Medienpartners Viacom International Media Networks. Außerdem gibt es eine Mediathek. Zehn neue eigenproduzierte Formate sollen noch 2019 auf Sendung gehen. Es ist ein Projekt, mit dem sich deutsche Sendergruppen gegen die Konkurrenz von Netflix und Amazon Prime Video stemmen. Und zugleich Live-TV-Apps auf Abstand halten wollen.

Zum Start der App Joyn können alle Inhalte ohne Registrierung genutzt werden. Nach den Gratis-Monaten ist aber ein kostenpflichtiger Premium-Bereich geplant, zu dem es noch keine Details hinsichtlich des Preises gibt. Die Finanzierung basiert vor allem auf Werbung - aber keine Unterbrechungen wie im linearen Fernsehen: Zunächst werden Pre- und Mid-Rolls vor jedem Video laufen, im Livestreaming sind zu Beginn einer Sendung dieselben Werbeblöcke wir im herkömmlichen Fernsehen zu sehen. Ab Winter will Joyn Werbekunden Adressable-TV-Spots anbieten.

Über den Browser ist Joyn übersichtlich und gut erreichbar (Ausschnitt).

Das ganze ist recht übersichtlich gegliedert (links ein Ausschnitt): Unter Live-TV findet sich das Programm, strukturiert im Prinzip wie vom Fernseher bekannt als Liste.

Die Hauptseite ist nach Themen gebündelt, bietet Previews, beliebte Sendungen und Inhaltsgruppen (Crime, Comedy etc.). So gibt es kuratierte Themen-Channels, zum Beispiel Food-Network mit 14 Formaten rund um die Themen Kochen und Backen sowie Motortrend für Autofans, weitere sollen nach und nach folgen.

Wer die Mediathek wählt, findet zunächst ProSieben-Sendungen.

Als Leckerbissen zum Start zeigt Joyn die dritte Staffel von "Jerks" mit Christian Ulmen und Fahri Yardim. Denn das On-Demand-Angebot setzt auf eigenproduzierte Serien, Shows sowie Previews vor der Free-TV-Ausstrahlung, darunter "Grey's Anatomy".

Was im Live-TV gelaufen ist, soll zum großen Teil 30 Tage lang in der Mediathek auf Abruf bereitstehen.

Von den Partnersendern werden die Kanäle das Erste, alle Dritten der ARD, Tagesschau 24, One sowie ARD-Alpha auf Joyn verfügbar sein, vom ZDF neben dem Hauptprogramm die Sender Kika, Phoenix, 3 Sat und Arte. Contentpartner Viacom werde in den kommenden Wochen in die Joyn-Mediathek einziehen und das Portfolio der Mediathek mit Reality-TV-Shows, Comedyserien sowie Animationsformaten der Sender MTV, Comedy Central und Nickelodeon erweitern. Im Winter startet das (kostenpflichtige) Premium-Angebot mit Inhalten von MaxdomeEurosport Player und Serien sowie eigenproduzierten Originals.

Joyn ist als App für Smartphones und Tablets mit iOS und Android, im Web unter Joyn.de, auf Amazon Fire TV sowie auf Smart-TVs (Android TV) verfügbar. Darüber hinaus kommen die Inhalte auch via Apple AirPlay auf den großen Screen. Die App soll sich mithilfe der Nutzer weiterentwickeln: Unter dem Motto #JoynTheJourney werden Wünsche und Anregungen gesammelt und sollen in die Weiterentwicklung einfließen.

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