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Nachhaltige Vermarktung
So soll Media4Planet die Umwelt retten

Die Medien- und Agenturmanager Peter Christmann und Matthias Neumann wollen mit ihrem Vermarktungsverbund Umweltprojekte unterstützen.

Text: W&V Redaktion

2. Oktober 2019

Matthias Neumann (l.) und Peter Christmann, Gründer von M4P.
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Der Umweltschutz liegt dem ehemaligen ProSiebenSat.1-Manager Peter Christmann seit jeher am Herzen – das ist spätestens klar, seit der Medienunternehmer die gemeinnützige Organisation Orange Ocean gegründet hat, die die drastische Plastik-Verschmutzung der Ozeane bekämpft.

Jetzt hat er zusammen mit Matthias Neumann, Inhaber der Agentur Act Agency und Gründer der NGO Blue Life, das nach eigener Aussage weltweit erste Media-Modell zur Unterstützung der UN-Nachhaltigkeitsziele aus der Taufe gehoben. Der Name: Media4Planet, kurz M4P.

Bündelung von Werbeflächen

Das Prinzip: M4P, für das derzeit eine Partnerschaft mit dem Vereinte Nationen Umwelt Programm (UNEP) vorbereitet wird, bündelt Werbeflächen von Medienpartnern aller Mediengattungen, die den Klimaschutz als dringlichstes Nachhaltigkeitsziel der UNEP mit bevorzugten Konditionen unterstützen. Als erster Partner ist in Deutschland bereits ProSiebenSat.1 Media an Bord, Gespräche mit weiteren potenziellen Medienpartnern laufen.

Der Medienkonzern, der schon seit über zehn Jahren das Umweltbewusstsein mit der "Green Seven Week" schärfen will, wird dieses Modell als "Media for Sustainability" in sein Portfolio integrieren. "Wir sind stolz darauf, mit diesem innovativen Mediamodell einen Beitrag zu den Klimaschutzzielen der UN zu leisten. Dieses Engagement erweitern wir mit 'Media for Sustainability' zukünftig auch in unser Werbeumfeld", sagt Conrad Albert, Deputy CEO und Group General Counsel von ProSiebenSat.1 Media. Die ersten Spots sollen bereits im vierten Quartal 2019 ausgestrahlt werden.
Die Pläne für das weitere Vorgehen haben Christmann und Neumann schon geschmiedet: Im kommenden Jahr soll das Modell auf Wunsch der UNEP auf weitere Länder ausgerollt werden. Im Visier haben die beiden insbesondere die G20-Staaten, die für 81 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich sind.

Aufforstung von Mangroven

Derzeit stehen die beiden M4P-Initiatoren vor der Firmengründung und der Bestellung des Managements. Parallel befinden sich die Details der UNEP-Partnerschaft in Ausarbeitung. In diesem Zusammenhang plant M4P, 50 Prozent des zu erwartenden Profits für die geplante Aufklärungs- und Aktivierungskampagne der UNEP zur Verfügung zu stellen. Deren Ziel ist es, ein spürbares CO2-Reduktionsverhalten beim Konsumenten zu bewirken.

Die andere Hälfte des Profits soll in konkrete Umweltprojekte fließen, etwa rund um erneuerbare Energien oder die Wiederaufforstung – beispielsweise von Mangroven-Wälder, die besonders viel CO2 binden, aber vom Aussterben bedroht sind. Zur direkten Unterstützung der impact-stärksten Organisationen und Unternehmen wird M4P eine eigene Datenbank aufbauen. Der Zertifizierungsprozess soll in enger Abstimmung mit der UNEP erfolgen. Zugleich ist ein Beirat, bestehend aus bekannten Media-Experten und Wissenschaftlern, im Aufbau.

Benefits für Unternehmen und Medien

Und was haben die Werbungtreibenden und Medienunternehmen, die bei M4P mitmachen, davon? Die Unternehmen können M4P als Bühne für die Kommunikation ihrer Nachhaltigkeitsprojekte nutzen – und unter anderem mit entsprechenden Hinweisen in ihren Werbemitteln wie Abbinder nach einem TV-Spot versehen.

Ihr Engagement wird zertifiziert und kann im Nachhaltigkeitsbericht dargelegt werden. Zugleich könnten sie damit bei ihren Konsumenten und Mitarbeitern rein imagemäßig punkten: Einer aktuellen McKinsey-Studie zufolge ist für viele junge Nachwuchskräfte die Nachhaltigkeit eines potenziellen Arbeitgebers bei der Berufswahl mittlerweile relevanter als eine möglichst hohe Vergütung oder ein sicherer Arbeitsplatz.

Auch die Medienpartner, die sich der Initiative anschließen, können damit ihr Image in Sachen Nachhaltigkeit weiter aufpolieren. Und auch sie können ihren Beitrag im Nachhaltigkeitsbericht darlegen. Denn: Seit 2017 sind Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern verpflichtet, ihre Nachhaltigkeitsbemühungen zu dokumentieren.

"Gigantischer Markt"

"Mit einem der Kernwertschöpfungsprozesse der Medienindustrie, der Kommunikation, ermöglichen wir dem Private Sector über unser weltweit erstes Modell dieser Art, die Nachhaltigkeitsziele der UN zu unterstützen", so Peter Christmann. Jeder Euro, der über M4P abgewickelt werde, "hilft unseren Planeten zu schützen."

Co-Gründer Matthias Neumann sieht das ähnlich. "Es entsteht ein gigantischer, neuer Markt, schlichtweg aus der Notwendigkeit heraus, das Überleben unserer Nachfahren auf diesem Planeten zu sichern." Voraussetzung dafür sei, dass Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu Wertschöpfungen werden. "M4P ist dafür das perfekte Beispiel, nicht zuletzt, da die Medien eine große Verantwortung im private Sektor für die Meinungsbildung tragen."

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